Eine grosse Herausforderung ist es Tiere in der freien Natur zu filmen. Meistens braucht es enorme Geduld. Manchmal ist es auch einfach das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Die australische Tierwelt  ist faszinierend, darum hier einige "tierische Begegnungen" die uns nicht nur "tierisch" beeindruckt haben sondern auch enorme Freude bereitet haben. 

 

 

 


Tierische Begegnungen in Australien

 



©2007 Videobilder und Text  Peter Schurte

So zum Beispiel im Lawn Hill Nationalpark. Da ertönt ein "Krächzen" aus dem Busch nahe am Wegrand. Beim genaueren Hinschauen entdecke ich eine Laube. Ein Great bower bird (Graulaubenvogel) der hier nach einem Weibchen "ruft". Jetzt beginnt er mit seinem Balztanz um das Weibchen zu beeindrucken. Nicht nur die violetten Federn am Hinterkopf soll das Weibchen beeindrucken, auch die Originalität seiner schönen Laube, die mit Steinen, Glasscherben, Papierchen, Alufolie , ausgebleichten Knochen und Flaschendeckel schön dekoriert ist. Ob er wohl das Weibchen beeindrucken konnte ? Uns jedenfalls hat er beeindruckt und wir schauen immer wieder wenn wir den typischen "Ruf" des Great bower bird hören.

   

Da sitzen wir gemütlich auf der Treppe am Fluss. Schwarze Beeren fallen vom den Bäumen ins Wasser. Kurz darauf tauchen Wasserschildkröten auf um nach den Beeren zu picken. Wir sitzen noch einige Minuten da und geniessen dass sich immer wiederholende "Schauspiel".

   

An einem anderen Tag laufen wir zum Bootsverleih. Irgend etwas ist im Wasser, wirkt hilflos und zittert. Beim genauen Hinschauen sehe ich tatsächlich eine kleine Fledermaus. Ob sie wohl vom Baum gefallen ist ? Schnell ein Ast, sie klammert sich daran und ich stelle ihn an einen anderen Ast. Ob sie überlebt hat ?

   

Wir sitzen beim Steg am Wasser. Plötzlich wird Nicole mit Wasser angespritzt. Woher kommt denn das? Der "Archer" Fisch wollte seine Beute mit Wasser anspritzen damit diese ins Wasser fällt. Natürlich war es nicht das letzte Mal das die Archer Fische Nici für eine Beute hielten. Im Park hat es auch sehr viele kleine Echsen.

   


Cobbold Gorge. In der Nacht kommen "sie" ! Die Frösche. Überall um den Toilettenblock wimmelt es von Fröschen. Vorsicht damit man keinen flachtritt!

     


King Fisher Camp. Hier verbringen wir zwei Nächte. Fasziniert sind wir von den Rainbow Bee-Eater die hier im Campingplatzareal herumflattern. Plötzlich entdecken wir auch den "Blue winged" Kookaburrra. Der gefällt uns sehr gut mit seinen blauen Flügel.

   


Karumba. Hier lebt ein Tscheche der nach Australien ausgewandert ist. Er füttert jeden Abend Kängurus und einen Jabiru. Leider kamen wir zu spät zur Jabiru Fütterung so waren nur noch Känguruhs am fressen. Plötzlich sagt er, wir sollen mal in seinen Garten kommen. Da zeigt er uns im Geäste einen Frogmouth (Eulenschwalm) der hier frei  in seinem Garten lebt.

   


Kakadu Nationalpark. Hier waren wir auf der Yellow Water Sunset Cruise. Unbeschreiblich schön wie hier Tiere in ihrer natürlichen Umgebung leben und man einen Einblick nehmen kann.

   

Bei einem Spaziergang durch den "Busch" an einem Billabong sehe ich plötzlich ein uns "komisches" fremdes Tier. Wie von einem anderen Planeten sieht es aus, einer grünen Spargel gleichend. Schade nur, dass es hier von Mücken wimmelt, sonst hätten wir uns mehr Zeit genommen für dieses kuriose Tier namens "Giant Stick insect – Eurycnema osiris"

   


Windjana Gorge. Ein enger Schluchteingang führt hier in den vorderen Teil der Schlucht. Nach wenigen Minuten kann man hier über eine Sandbank laufen wo sich die "Freshies" (Süsswasserkrokodile) an der Sonne ausruhen. Erstaunlich wie nahe gewisse Besucher sich heranwagen, sind es doch "wilde" Kroks die einem tatsächlich verletzen könnten. Beim Verlassen der Gorge sitzen die Corellas "pärchenweise" in den Ästen der Bäume. Ein witziger Anblick.

   


Bungle Bungle Nationalpark. Da laufen wir zurück Richtung Auto als Nicole plötzlich einen Waran am Wasser entdeckt. Schnell die Kamera aufstellen. Doch in der Zwischenzeit ist dieser ins Wasser geflüchtet um sich "wahrscheinlich" vor uns in Sicherheit zu bringen. Fast eine ganze Stunde warte ich geduldig und hoffe das "er" wieder aus dem Wasser kommt, damit ich eine Videoaufnahme in dieser schönen Kulisse der Bungle Bungle von "ihm" machen kann. Leider wurde nichts daraus dafür ist mir ein "Black-Fronted Dotterel" vor die "Kameralinse" gelaufen.

   


Im Auto sind wir unterwegs auf der Tanami Road von Halls Creek Richtung Alice Springs. Es sind mehr als 800km auf der Holperpiste. Im Reiseführer stand es sei "a lot of nothing" was soviel heisst wie viel nichts. Doch dann, da lag doch etwas auf der Strasse unter dem Auto. Ein Thorny Devil (Dornenteufel). Schnell Retourfahren! Tatsächlich, da steht er immer noch mitten auf der "Strasse", schnell Stativ und Kamera bereitstellen. Aber warum denn nur so schnell. Der kleine "Kerl" hat Zeit, bewegt sich kaum. Einfach niedlich dieser kleine "Dornenteufel". Viermal musste ich nach Australien kommen um endlich einen dieser speziellen Tiere zu sehen. Nach ca. 30Min können wir uns endlich verabschieden und es geht weiter, doch weit kommen wir nicht. Ein Buschbrand treibt einen "Blue tongue Lizard" auf die Fahrbahn. Auf der Weiterfahrt sehen wir noch zwei davon und eine Blindschleiche die aussieht wie eine Schlange.

   

Immer noch auf der Tanami Road unterwegs, noch rund 200 Km von Alice Springs entfernt als wir plötzlich eine Herde Kamele von ungefähr 20 Tieren am Strassenrand entdecken. Zuerst können wir "sie" foto- und videografieren bevor "sie" plötzlich die Flucht ergreifen und auf der Strasse einige Meter vor dem Fahrzeug "galoppieren" bis sie dann schliesslich in  der Savanne verschwinden.

   

Angekommen im Lake Mungo Nationalpark werden wir von einem Tannenzapfenskink (Englisch: shingleback) begrüsst. Allerdings will er uns mit seiner bedrohlich blauen Zunge klarmachen dass wir ihm nicht zu nahe kommen sollen. Im Nationalpark hat es unglaublich viele Kängurus und Emus. Besonders schön sind die Kängurus im Morgenlicht zu beobachten.

   

   

Weiter geht es in den Kinchega Nationalpark. Unterwegs entdecken wir einen Bartagame (Englisch: Bearded Dragon). Unzählig viele Kängurus schauen auch hier wieder aus den Büschen. Es hat auch sehr viele Tannenzapfenskink und Warane (Englisch: Goanna) im Park.

   

   


Heute besuchen wir die Butterfly Gorge in der Kathrine Gorge. Und natürlich sind wir vielen Schmetterlingen begegnet aber auch noch vielen farbigen Käfern...

   


Wieder einmal sind es die Wasserschildkröten die uns hier in der Granite Gorge begegnen. Und wo es Wasser hat, hat es auch Libellen. Wasser zum Trinken brauchen auch die kleinen niedlichen Mareeba Wallabies die es nur hier geben soll. Auf dem Campingplatz hat wohl auch ein Eulenschwalm (Frogmouth) sein Zuhause, als es dann eindunkelt ist er schnell weg.

   

   


Kangaroo Island. Die drittgröste Insel Australiens ist ein wahres Tierparadies. Heute besuchen wir die Seal Bay einer der grössten Seelöwen Kolonie Australiens mit bis zu 600 Seelöwen. Einfach herrlich im schönen Morgenlicht den Tieren zuzuschauen. Cool wie sie immer wieder an den Strand "Surfen".

   

   

Sie "wohnen" auf dem Campingplatz, gleich nebenan auf den Bäumen. Ja genau, auf den Bäumen und sind sehr lange am schlafen.... einfach "knudellig" diese putzigen Koalas. Auch Wallabies hat es viele und die "Kleinen" geniessen wohl noch die Wärme im Bauch der Mutter...schliesslich ist es ja noch Winter.

   

   

Wir sind auf einem Naturpfad unterwegs und plötzlich entdeckt Nicole einen Enchidna (Schnabeligel) der ganz eifrig im nassen Boden des Waldes wühlt. Wir geniessen es, ihm zuzuschauen, was er von uns wahrscheinlich nicht gerade sagen würde. Unterwegs sehen wir wie an vielen Orten auf der Insel  Kängurus und die Cape Berren Gänse.

   

   

In den Lagunen der Insel sind sie anzutreffen, die typischen schwarzen Schwäne Australiens. Immer wieder sieht man auch "Darter" an den Küsten. Und wo es Fischer hat, sind natürlich auch Pelikane nicht weit entfernt, wie hier im Hafen von Kingscote.

   

   

Little Blue Pinguine heissen die kleinen blauen Pinguine der Australischen Tierwelt. Sehr gut beobachten kann man diese in Penneshaw, nach der Dämmerung wenn sie von Ihrem "Tag im Meer" zurückkehren. Ein paar Wenige kann man mit etwas Glück schon bei Tageslicht beobachten. In der Nacht habe ich aus Rücksicht auf die Pinguine mit roter Folie vor der Lampe gefilmt weil sie rot nicht sehen können.

   


Cape Hillsborough. Am Morgen kommen die Kängurus zur Fütterung an den Strand. Der Kookaburra ist auch hier zu Hause.

   


Unser letztes Abenteuer bringt uns nach Fraser Island, der grössten Sandinsel der Welt. Hier hinterlässt der Waran (Englisch: Goanna) seine Spuren im Sand.

   

Auch Pelikane sind auf Fraser anzutreffen. Und die Krebse haben ein zu Hause im Schiffswrack der "Maheno" gefunden.

    

Und Schmetterlinge wo man sie gar nicht erwartet hätte.

    

Am Lake Allmon können wir wieder einmal Süsswasserschildkröten bewundern. Hier ist es besonders toll da das Wasser so klar ist, dass man sogar den Schatten am Seeboden sehen kann. Majestätisch sitzt er auf dem Felsen mit Blick über das Meer, "der Herr der Lüfte". Ob er seine Beute schon gesehen hat?

   

Wir unternehmen noch einen  letzten Spaziergang bevor wir wieder mit der Autofähre auf das Festland zurückfahren. Er führt uns durch ein Stück Regenwald an einem glasklaren Fluss entlang. Ab und zu "raschelt es im Busch", zum Glück ist es keine Schlange und meistens "nur" der Sandy Skink der hier sehr oft zu sehen ist. Plötzlich fliegt über dem Wasser "etwas" an uns vorbei. Ein Eisvogel (Kingfisher) der hier eine Mahlzeit sucht.

      


Unzählige Begegnungen haben wir natürlich immer wieder mit den australischen Vögeln. Mal gross mal klein, mal laut oder leise und meistens farbig zu zweit oder im Schwarm...

   

   

   

   

   

   

   

   

   


 

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