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Dezember 2007
©2008 Fotos und Text Nicole Kunz
"Hola" aus Chile. Am 15. Dezember 07 sind wir nun in Chile angekommen. Wir machen es uns zuerst für eine Woche im Gästehaus Casa Chueca in Talca (rund 250km südlich von Santiago) gemütlich. Während Nici morgens für jeweils 3 Stunden die Schulbank drückt und Spanisch büffelt, geniesst Posche die ruhigen Stunden in der Hängematte und schneidet Video am Laptop.
Nach dieser Woche übernehmen wir unser neues Zuhause für die kommenden 3 Monate, einen 4x4 Camper von Trekker Chile. Von Talca geht es jetzt auf der gut ausgebauten Panamericana Richtung Süden bis wir schlussendlich nach zwei Tagen und einer technischen Autopanne im Gästehaus La Suizandina in der Nähe des Vulkanes Lonquimay ankommen.
Weihnachten feiern wir in der chilenischen Schweiz im Gästehaus La Suizandina. Wir fühlen uns wie in den Schweizer Bergen, eine Alpenhütte wie es in der Berglandschaft in der Schweiz nicht schöner sein könnte und sogar die gelben Wanderwegweiser fehlen nicht. Zugegeben, für das reist man eigentlich nicht nach Chile aber für uns passt es zu diesem Zeitpunkt. Das Festtagsmenu besteht aus 5 Gängen und wir haben uns schon lange nicht mehr so satt gegessen.
Vom Gästehaus La Suizandina fahren wir weiter zum allseits umschwärmten Conguillo Nationalpark. Er ist angeblich einer der schönsten Nationalparks in Chile. Da sind wir aber mal gespannt. Die Anfahrt führt von Curacautin aus über eine schmale Schotterstrasse in den Park hinauf. Der Parkwächter steht beim Eingang schon bereit und kassiert die Eintrittsgebühr von CPL 3000.00 (CPL = chilenische Pesos) pro Person (ca. CHF 7.00). Ist ja eigentlich schon teuer genug aber für den Zeltplatz im Park selber bezahlt man nochmals separat CPL 15000.00 pro Platz (ca. CHF 34.50). Ein absoluter Wucherpreis für die wirklich sehr bescheidene Infrakstruktur zudem sie auch sehr schmutzig ist. Am nächsten Tag wandern wir hoch zur Sierra Nevada. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf den Vulkan Llaima mit den Arakaurarienbäume im Vordergrund, die aussehen wie überdimensionierte Regenschirme. Faszinierend ist die südliche Ausfahrt, die durch ein erstarrtes Lavafeld führt, wir fühlen uns als wären wir auf dem Mond gelandet. Übrigens, genau eine Woche später erwacht der Vulkan Llaima und spuckt Feuer und Lava. Wir sind aber zu diesem Zeitpunkt bereits viel weiter südlich und erfahren die Schlagzeile nichts ahnend als wir auf der Blick Webseite surfen!

Aufgrund eines Garagenbesuches wegen der Fahrzeugbatterie müssen wir einen Umweg über Temuco fahren. Von dort geht es weiter über Villarica bzw. Pucon. Diese beiden Orte sind Ausgangpunkt für eine geführte Besteigung des noch aktiven Vulkans Villarica. Da das Wetter ziemlich grau ist, sehen wir nicht viel vom Vulkan und fahren am Tag darauf weiter bis wir schliesslich in Puerto Varas ankommen. Trotz schlechtem Wetter fahren wir dem Vulkan Osorno entgegen. Die Wolken hängen jedoch tief und auch von diesem Vulkan ist nichts zu sehen. Von den tosenden Wasserfällen, den Saltos de Petrohue soll man bei schönem Wetter einen tollen Ausblick auf den Vulkan haben. Da es heute Nachmittag nicht danach aussieht, sparen wir uns den Eintritt von 1200 CPL (ca. CHF 3.00) pro Person. Wir geben aber noch nicht auf, vielleicht wird es ja morgen besser. Wir finden einen sehr schön gelegenen Zeltplatz am Ufer des Lago Llanquihue in Ensenada wo wir einen ruhigen Silvester am Lagerfeuer feiern. Zwar hätte es von der Lage her auch ein schönes Zeltplätzchen im Nationalpark am Ufer des Lago Todos Los Santos gegeben. Aber die Sanitäranlagen waren wieder sehr bescheiden und - Entschuldigung den Ausdruck - saudreckig. Und für das bezahlt man hier 7000 CPL (ca. CHF 16.00), nein also irgendwo hat es für uns einfach Grenzen. Auch wenn wir erst kurze Zeit in Chile sind, haben wir bereits das Gefühl, dass vielerorts und auch vor allem in den Nationalparks, welche durch das CONAF verwaltet werden, einfach die hohle Hand für wenig Gegenleistung hingehalten wird.
Januar 2008
Am ersten Tag des neuen Jahres meint es auch das Wetter gut und der Vulkan Osorno zeigt sich bereits frühmorgens und so besuchen wir heute doch noch die Wasserfälle.

Weiter geht es nach Puerto Montt wo wir den Fischereihafen im Stadtteil Angelmo besuchen. Da heute der 1. Januar 2008 ist, auch in Chile ein Feiertag, ist es ziemlich ausgestorben. Nur ein paar wenige Stände haben offen und wir können nur erahnen wie interessant es wäre, hätten all die Marktstände geöffnet. Puerto Montt, eine wachsende Industriestadt mit ca. 160000 Einwohner scheint für uns ziemlich chaotisch, so chaotisch, dass es für uns aus der geordneten Schweiz schon wieder interessant ist.

Wir verlassen die Stadt schon bald und fahren der berühmt berüchtigten und abenteuerlichen Carretera Austral und dem rauhen Patagonien entgegen. Die Carretera Austral schlängelt sich über rund 1200 Kilometer von Puerto Montt südwärts bis zum kleinen Örtchen Villa O'Higgins. Auf der steinigen und schmalen Schotterstrasse tuckern wir mit 40-60km/h bis nach Caleta La Arena. Hier, rund 50km südlich von Puerto Montt endet die Fahrt schon zum ersten Mal. Von hier geht es nur per Fähre, die mehrmals täglich fährt, weiter bis nach Caleta Puelche. Wir haben Glück, es wartet bereits eine Fähre am "Hafen" und wir können gleich einschiffen und kurze Zeit später fährt sie schon los. Die Überfahrt dauert nur rund 30 Minuten und wieder an Land fahren wir weiter bis nach Hornopiren, einem verschlafenen Örtchen an der Carretera Austral.

Von Hornopiren geht es erneut nur noch mit der Fähre weiter und zwar nach Caleta Gonzalo, nicht grösser als eine Ansiedelung von Cabanas (Bungalows), einem Café, einem Zeltplatz und dem Besucherzentrum des im Privatbesitz geschützten Naturparkes, dem Parque Pumalin. Die Fähre fährt nur im Januar und Februar einmal täglich und die erste Fahrt dieses Jahres ist morgen am 2. Januar 2008 um 15h00. Wir haben leider keine Reservationen da wir nicht wussten wie schnell wir wirklich unterwegs sind und hoffen nun einfach auf gut Glück. Wir gehen am nächsten Morgen gleich früh ins Fährenbüro oder besser gesagt ins Containerbüro. Wie vermutet ist die Fähre für heute wie auch für morgen Donnerstag ausgebucht. Wir reservieren definitiv die Überfahrt für Freitag, wollen es aber trotzdem heute Nachmittag versuchen, wer weiss, vielleicht annulliert ja jemand oder taucht nicht auf. Hätten wir über das Internet reserviert, wäre dies auch keine Garantie gewesen. Zwei Familien die vor uns im Büro sind, haben zwar über das Internet gebucht aber im Büro findet der Angestellte im Computer keine Reservation! Und von solchen Geschichten haben wir auch schon von anderen Seiten gelesen. Kurz nach 14h00 begeben wir uns wieder zum kleinen Hafen, der aus nichts weiterem als einer Rampe und zwei, drei kleinen Souvenir- und Essständen besteht. Die Fähre kommt gegen 14h30 an, die Autos werden eingeschifft, wir müssen uns gedulden und warten bis wirklich alle Autos auf der Fähre sind. Die Fähre füllt sich immer mehr und mehr und unsere Chancen um mitgenommen zu werden, wird von Auto zu Auto geringer. Es sieht ziemlich schlecht aus und wir rechnen nicht mehr damit. Da winkt uns der "Fahrzeugeinweiser" zu, wir sollen auch noch zufahren. Tatsächlich, unser Auto hat bis auf die letzten 10cm noch Platz. Das war knapp aber wir sind überaus glücklich, dass wir mitfahren können! Nach über 5 Stunden auf See fahren wir in den Fjord Renihue ein und wir werden mit einem tollen Lichtspektakel an den Fjordhängen begrüsst und der spannende Tag endet mit einem kitschigen Sonnenuntergang.
Wir erkunden zuerst den Parque Pumalin zu Fuss auf dem Sendero Cascades. Wir wandern durch einen märchenhaften mit Moos überwachsenen Regenwald. Immer wieder plätschern kleine Bäche neben dem Weg vorbei. Auf der Weiterfahrt, auch hier säumen die wie überdimensional aussehenden Rhabarberblätter die Strasse, stoppen kurz bei einem tosenden Wasserfall. Dort laufen wir zum Aussichtspunkt hoch von wo man einen Blick in die Schlucht hat, eine eine gewaltige Masse Wasser zwängt sich hier durch eine schmale Schlucht und stürzt sich die Felsen hinunter. Heute finden wir einen schönen Zeltplatz auf dem Campingplatz El Volcan mit Blick auf den mit zungenbrecherischen Namen Vulkan Michinmahuida.

Wir verlassen den Parque Pumalin. Nachdem wir im kleinem Ort Chaiten unser Fahrzeug aufgetankt, unseren Essproviant aufgestockt und den Geldautomaten gefunden haben, führt uns die holprige und kurvenreiche Fahrt weiter vorbei an Gletschern, Vulkanen, Regenwald, tosenden Flüssen und dem Gletschersee Lago Yelcho. Wir stoppen beim gleichnamigen Gletscher Ventisquero Yelcho, laufen zu den Aussichtspunkten und fahren wieder weiter südwärts.

Das Wetter auf der Weiterfahrt ist typisch für diese Gegend, feucht und neblig. So kommen wir zügig voran und erreichen schon bald die grössere Stadt Coyhaique. Viel Sehenswertes gibt es hier nicht, doch gibt es hier wieder grössere Supermärkte zum Einkaufen und die Möglichkeit zum Waschen, Tanken etc. Unser Kühlschrank im Camper ist im 12V Betrieb ausgestiegen, heute ist aber Sonntag und wir müssen einen Tag länger hier warten damit wir den Schalter reparieren und dann weiterreisen können.
Der Regen begleitet uns weiter doch kurz vor dem kleinen Ort Cerro Castillo reissen die grauen Wolken auf und der Blick wird frei auf die bizarren Felsformationen sowie den gleichnamigen Berg Cerro Castillo mit seinen unzähligen grösseren und kleineren Zacken. Die Landschaft ändert sich und wir fahren vorbei an sumpfigen Lagunen und toten Bäumen. Das Foto- und Videografieren wird durch den Regen der uns wieder eingeholt hat leider erschwert. Wir erreichen den Lago General Carrera und finden in Puerto Tranquilo einen schön am See gelegenen Zeltplatz. Der starke Wind wiegelt uns abends im Camper wortwörtlich in den Schlaf.
Eigentlich wollen wir auf unserer Weiterfahrt einen Abstecher nach Cochrane machen. Die Fahrt entlang des Rio Baker soll sehr schön sein. Doch leider ist auch heute das Wetter eher regnerisch und wir lassen es deshalb sein. So verlassen wir heute die Carretera Austral und fahren ostwärts immer noch entlang des Lago General Carrera, dem grössten See Chiles. Er reicht bis über die Landesgrenze nach Argentinien, wo er Lago Buenos Aires heisst. Die wirkliche Grösse des Sees wird uns erst bewusst nachdem wir während fast drei Tagen immer entlang desselben Sees fahren.

Die Fahrt am Südufer ist sehr spektakulär, die Schotterstrasse schlängelt sich entlang der steil abfallenden Felsen, immer wieder geht es rauf und runter und immer im Blickfeld den Lago General Carrera. In Chile Chico verlassen wir Chile und reisen in Argentinien ein. Unser erster Grenzübertritt, hoffen wir, dass alles reibungslos abläuft. Wir müssen, ungewohnt für uns, aus dem Auto aussteigen, ins Zollbüro gehen und dort wird der ganze Papierkram in aller Ruhe und ganz ohne Stress erledigt. Dann können wir weiterfahren. In Argentinien ist es nochmals das selbe Prozedere für die Einreise. Gleich nach der Grenze in Los Antiguos übernachten wir. Gemäss Reise Know-How gibt es hier einen schönen Zeltplatz. Unter schön verstehen wir allerdings etwas anderes als den Platz den wir hier vorfinden. Petflaschen und sonstiger Abfall liegt überall verstreut herum, nicht gerade ein schöner Anblick.
Weitere Bilder von unserer bisherigen Reise.
In Argentinien sind wir unterwegs auf der Ruta 40 Richtung Süden. Endlose, vegetationslose Weiten soweit das Auge reicht, willkommen in der Pampa Argentiniens! Wir besuchen den abseits gelegenen Perito Moreno Nationalpark. Nicht zu verwechseln mit der kleinen Ortschaft Perito Moreno oder dem Perito Moreno Gletscher. Eine Stichstrasse von 90km führt von der Ruta 40 Richtung Westen in den Nationalpark. Am ersten Abend erleben wir ein herrliches Wetterschauspiel. Wind, Sonne, Nebel und wenige Schneeflocken wechseln einander von Minute zu Minute ab. Die Bergketten leuchten im schönen warmen Sonnenlicht und schon kurze Zeit später ist davon nichts mehr zu sehen, alles ist im Nebel verhüllt.

Hier haben wir zum ersten Mal so richtig das Gefühl, dass wir im für uns vorgestellten Patagonien angekommen sind. Am nächsten Tag erkunden wir die bilderbuchhafte Landschaft zu Fuss, zuerst auf der Halbinsel die vom Belgrano See umschlossen wird. Wir sind von diesem See mit seinen intensiven Blau- und Grüntönen und umgeben von schneebedeckten Bergen fasziniert. Auf der Weiterfahrt innerhalb des Parkes sichten wir immer wieder Guanakos und auf unserem zweiten Zeltplatz laufen zwei Füchse sowie Nandus (Pampasstrauss) an unserem Fahrzeug vorbei. Für uns hat sich dieser Besuch überaus gelohnt und wird sicherlich zu einem unserer Highlights auf unserer Reise gehören. Ein Naturwunder abseits der grossen Touristenströme. In diesen knapp drei Tagen begegnen uns gerade mal drei Fahrzeuge abgesehen von den Parkwächtern. Oder anders gesagt, Tiere haben wir mehr gesehen als Menschen. Weitere Eindrücke in der Perito Moreno Nationalpark Fotogalerie.
Kaum sind wir wieder auf der Ruta 40 unterwegs, sehen wir das erste Gürteltier (auf spanisch: "Pichi"). Ein kleiner putziger "Kerl" und schnell wie ein ferngesteuerter Ferrari. Es ist richtig amüsant ihm zuzuschauen wie er an den Sträuchern vorbeidüst, im Boden wühlt und alles beschnuppert. Unzählige Guanakoherden sind auch hier entlang dieser Strasse immer wieder anzutreffen.

Wir erreichen El Chalten, das Tor zum nördlichen Teil des Los Glaciares Nationalparkes. Bekannt für seine typisch patagonische Bergkulisse mit den beiden dominanten Bergen Cerro Torre (3102m) und Fitz Roy (3375m). Von dieser Bergkulisse ist allerdings heute nichts zu sehen, alles ist grau in grau und zwischendurch regnet es. Am liebsten möchten wir diese Umgebung zu Fuss erkunden aber für das Trekking bevorzugen wir doch etwas besseres Wetter. So warten wir schöneres Wetter ab. Nach zwei Tagen und einer etwas unsicheren oder besser gesagt zwei unterschiedlichen Wetterprognosen packen wir unsere beiden Trekkingrucksäcke für die nächsten drei Tage. Mit dabei das Zelt, Kocher, Schlafsack, Isomatten, Essen und was man sonst noch so braucht. Wir starten gegen 14h00 und nach rund 3 Stunden erreichen wir unser heutiges Ziel, den Zeltplatz gleich unterhalb der Lagune Torre (Campamento Base de Jim Bridwell). Von der Lagune aus hat oder besser gesagt hätte man einen Blick auf den Cerro Torre. Momentan ist uns der Blick jedoch verwehrt, er ist umhüllt in Wolken. Doch so nach und nach löst sich eine Wolke nach der anderen auf. Das Warten an der Lagune lohnt sich und gegen 21h00 zeigt sich auch der Cerro Torre in seiner schönsten Pracht und wir geniessen es bis auch die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Berg verschwinden.

Einen Sonnenaufgang an der Lagune Torre sei etwas vom Schönsten was man in Patagonien erleben kann, so ein Zitat aus einem Reiseführer. Das wollen wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Der Wecker wird auf 06h00 gestellt, nur dummerweise geht er nicht ab und kurz vor 07h00 wachen wir auf. Oh Schreck! Doch ein Blick aus dem Zelt lässt erahnen, dass wir wahrscheinlich noch nichts verpasst haben. Also schnell "in die Hose und die Schuhe", Kamera in die Hand und im Eiltempo zur Lagune hoch. Kaum dort, lassen die ersten Sonnenstrahlen die Berggipfel im Morgenrot erstrahlen. So können auch wir einen wunderschönen und unvergesslichen Moment vor dieser Traumkulisse erleben.

Auch hier heisst es wieder Abschied nehmen, das Zelt räumen wir ab, packen alles wieder in unsere Rucksäcke und marschieren Richtung Poincenot, das nächstes Camp von wo man einen Blick auf den Berg Fitz Roy hat. Auch diese Wanderung dauert nur rund 3 Stunden. Kaum zehn Minuten unterwegs, entdecken wir am Wegesrand zwei kleine Eulen (auf spanisch: Caburé) auf einem Baum sitzen.

Weiter geht es durch dichten Wald und über einen Bergrücken. Kurze Zeit später kommen wir auf eine Lichtung und hier sehen wir nochmals eine einzelne Eule auf einem Ast sitzen. Auch diese können wir herrlich beobachten ohne dass sie gleich davonfliegt. Fragt sich nur, wer wen beobachtet?
Vorbei geht es an den beiden Lagunen Hija und Madre. Den Fitz Roy von nun an immer vor Augen. Das Camp ist bereits ziemlich überfüllt mit Zelten doch wir finden trotzdem noch ein ideales Plätzchen mit super Ausblick auf das Fitz Roy Panorama.

Auch am nächsten Morgen scheint die Sonne und so fällt es uns leicht den sehr steilen Aufstieg von etwas mehr als einer Stunde zur Laguna de los 3 in Angriff zu nehmen. Meine Beine (Nicole) sind zwar etwas müde, habe ich doch den Aufstieg gestern schon bewältigt. Schliesslich weiss man nie was das Wetter am nächsten Tag mit sich bringt. In diesem Falle hat sich der späte Aufstieg allerdings nicht wirklich gelohnt. Der heutige Morgen bringt perfektes Wetter mit sich und wir stehen oben bei der Lagune fast unmittelbar vor den steilen Felswänden des Bergmassives. Einfach grandios!
Auf unserem Rückweg nach El Chalten laufen wir an der Laguna Capri vorbei. Hier wäre es ebenfalls sehr schön zu zelten aber unser Essproviant ist fast zu Ende und so wandern wir weiter. Bevor wir El Chalten erreichen, geniessen wir einen letzten herrlichen Blick auf den Flusslauf des Rio de las Vueltas.

Rundum glücklich kommen wir zurück nach El Chalten wo wir uns wieder einmal auf eine Dusche freuen. Die Etappen wären natürlich in weniger Zeit zu bewältigen gewesen aber da wir die verschiedenen Tagesstimmungen geniessen wollten, haben wir uns für diese 3 gemütlichen Tage entschieden.
Unser nächstes Ziel ist der Perito Moreno Gletscher, ebenfalls im Los Glaciares Nationalpark gelegen. Dieser magische Gletscher ist wohl eine der grössten und wichtigsten Touristenattraktion im argentinischen Teil Patagoniens. Wir haben eine interessante Statistik über die Besucherzahlen im Jahr 2007 gelesen. Den Los Glaciares Nationalpark haben rund 304472 Touristen besucht. Im Vergleich der Perito Moreno Nationalpark, welcher uns sehr gut gefallen hat, weist nur eine Besucherzahl von 1348 auf, dies wahrscheinlich aufgrund seiner abgelegenen Lage.

Die immense Grösse dieses Gletschers, rund 60m hoch und ca. 4 km breit können die Bilder nicht wirklich vermitteln. Steht man aber dort und blickt auf den Gletscher, hört das Knacken und Knirschen, dann kommt der "Wow-Effekt". Wir kommen gar nicht mehr zum Staunen heraus. So gigantisch wirkt dieser weisse Eisklotz.
Als hätten oder werden wir nicht noch genug Gletscher sehen (!), buchen wir für Sonntag eine Bootstour zum Upsala- und Spegazzini Gletscher sowie zur Onelli Bucht. Wir staunen nur so als wir im Hafen von Punta Bandera auf die Abfahrt des Riesen-Katamarans warten. Ein Bus nach dem anderen fährt von El Calafate ein und sie laden Hunderte von Touristen aus, welche alle heute auf einem der sechs grossen Katamarane die Gletscherwelt rund um den Lago Argentino bestaunen wollen. So geniessen wir mehr oder weniger die eindrücklichen Naturschönheiten, mit vielen vielen anderen Touristen. Viele grosse Eisberge treiben im Wasser vor sich hin. Ein schwimmender Eisberg zieht die Aufmerksamkeit besonders auf sich. Er leuchtet wie ein blauer Kristall auf der Wasseroberfläche. Hier weitere Eindrücke in der Fotogalerie des Los Glaciares Nationalparkes.
Nach zwei Übernachtungen auf dem zwar abseits aber sehr schön gelegenen Zeltplatz La Roca, verlassen wir den Los Glaciares Nationalpark, vorbei am überlaufenen Städtchen El Calafate und fahren südwärts durch die Pampa bis zum rund 280 km entfernten Puerto Natales. In Rio Turbio passieren wir noch problemlos die Grenze und wir sind nun wieder in Chile. Wir decken uns in Puerto Natales mit genügend Essensvorräten für die nächsten Tage ein und fahren am nächsten Tag in den 140km nördlich gelegenen Torres del Paine Nationalpark. Beim Parkeingang bezahlen wir als ausländische Touristen die happige Nationalpark Eintrittsgebühr von CPL 15000.00 (ca. CHF 37.00) - im Vergleich ein Chilene bezahlt rund 1/4 von diesem Betrag! Wir machen es uns zuerst für 2 Nächte auf dem schön gelegenen Lago Pehoe Zeltplatz gemütlich, geniessen die wunderschöne Kulisse auf die Bergkette der "Cuernos del Paine". Tagsüber machen wir einen Abstecher zum südlichen Punkt des Lago Grey wo vielmals Eisberge im Wasser schwimmen. Doch der Ausflug hat sich für uns nicht wirklich gelohnt, die momentan wenigen Eisberge sind sehr weit weg und das Wetter zeigt sich heute mehr grau in grau. Abends dürfen wir dafür auf dem Zeltplatz einen kitschigen Sonnenuntergang mit typisch patagonischer Wolkenstimmung erleben.

Am nächsten Morgen stellt sich nun definitiv die Frage, welchen der mehrtägigen Treks machen wir? Wollen wir das gesamte Bergmassiv des Torres del Paine, also den "Circuito" umwandern oder uns für die kürzere Variante in W-Form entscheiden? Das heisst entweder rund 120km in 8-9 Tagen zu laufen oder rund 70km in 4-5 Tagen zu laufen aber hier mit zum Teil doppelten Wegstrecken. Auch wenn es sich nach ziemlich vielen Kilometern und Tagen anhört, jedenfalls für uns, kurz entschlossen entscheiden wir uns für den "Circuito" und packen unsere beiden Trekkingrucksäcke dementsprechend. Wir nehmen genug Essen für 8 Tage mit, wissen aber, falls es knapp wird, dass man unterwegs in kleinen Kiosken was zu Essen kaufen kann.
Auf dem Weg zum Ausgangspunkt, der Hosteria Las Torres gibt es aber noch ein enges Hindernis zu bewältigen. Die Brücke zur Hosteria Las Torres ist kaum breiter als unser Fahrzeug. Die Ranger beim Parkeingang diskutierten auch ein Weilchen und schauten unser Fahrzeug genau an ob es denn wohl reichen würde aber sie stimmten schlussendlich alle übereinstimmend zu, dass es geht. In Schneckentempo passieren wir die Stahlseilbrücke und kommen heil am anderen Ende an.
Kurz zusammengefasst haben wir das ganze Bergmassiv in 8 Tagen und auf 120km bei viel Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen, wenig patagonischem Wind, einmal Regen über Nacht, 7 Zeltübernachtungen und 7 Fertigmenüs (mal besser, mal schlechter) umwandert. Das Trekking hat uns entlang wunderbarer Landschaft geführt: durch verwilderte Wälder und Blumenwiesen, vorbei an türkisgrünen Seen, über Schotter auf den John Garner Pass, entlang des riesigen Gletschers Grey wo der Mensch nur wie ein kleine Ameise wirkt, zu den bekannten Torres uvm. Wir sind auch im nach hinein froh, haben wir uns für den ganzen "Circuito" entschieden. Es war für uns ein anstrengendes aber unvergessliches Erlebnis eine der schönsten Gegenden Patagoniens zu Fuss zu entdecken. Mehr zum Trekking in der Fotogalerie.

Februar 2008
In Punta Arenas ist für uns der südlichste Punkt der Reise erreicht. Nach einigem hin- und herüberlegen entscheiden wir nicht bis weiter nach Feuerland und Ushuaia zu reisen. "Fin del mundo" und "Tierra del Fuego" sind zwar zwei schön klingende Namen aber sie vermochten uns doch zu wenig zu überzeugen um die weiteren vielen Kilometer und Grenzübertritte auf uns zu nehmen. Auch anhand von verschiedenen Reiseberichten haben wir das Gefühl nicht viel zu verpassen. Der Nationalpark Tierra del Fuego scheint für uns ähnlich zu anderen besuchten Parks zu sein und da wir keine besonderen Städtefans sind, lassen wir es sein. Vielleicht haben wir unrecht aber für uns stimmt es so. Wir kehren um, fahren entlang der Magellanstrasse Richtung Atlantikküste und passieren die Grenze nach Argentinien.
Auf der Strecke Richtung Norden besuchen wir durch einen Tipp von zwei Schweizern (danke Daniela und Markus) den kleinen und eher unbekannten Monte Leon Nationalpark. Hier kann man eine grosse Kolonie von Magellanpinguinen ohne Öffnungszeiten, in aller Ruhe und ohne grossen Touristenandrang besuchen. Ein Pfad mit Zaun führt bis zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Meer. Entlang des Pfades sieht man links und rechts die kleinen "Kerle" in ihren Nestern sitzen, zusammen turteln, die Kleinen putzen, krächzen in die Luft, wühlen in ihren Nestern und vieles mehr. Unten am Strand wimmelt es von Hunderten vielleicht auch von Tausenden von Pinguinen. Schade kann man nicht runter zum Strand aber besser so, so haben sie ihre Ruhe. Wir bleiben bis kurz vor Sonnenuntergang und sind am Ende nur noch zu zweit mit all den vielen Pinguinen.

Wir passieren erneut endlose öde Weiten und unterbrechen unsere Fahrt durch die Pampa mit dem Besuch der versteinerten Bäumen von Jaramillo. Das heisst auch hier wieder einen Abstecher von rund 50km abseits der Hauptstrasse. Die versteinerten Bäume entstanden kurz zusammengefasst und zitiert aus einem Reiseführer wie folgt: "die einst in 20m hohen Ablagerungen vulkanischer Aschenregen erstickten Baumriesen verwandelten sich im Laufe von Millionen von Jahren durch Wasser und Wind in steinerne Säulen". Auf dem gut abgegrenzten Weg kann auf beiden Seiten des Weges dieses eindrückliche Naturwunder bestaunt werden. Damit auch ja nichts mitgenommen wird, wird man auf dem Rundweg immer bestens durch die Ranger mit ihren Feldstechern beobachtet und zurück beim Parkplatz müssen wir auch noch unsere beiden Rucksackinhalte zeigen. Im kleinen Museum des Parkes kann man kleine versteinerte Baumstücke in die Hand nehmen, richtig schwer sind sie und so wird es einem nochmals richtig bewusst, dass die Bäume wirklich versteinert sind.

Wir unternehmen einen Abstecher nach Puerto Deseado. Die 130km lange und schnurgerade Stichstrasse scheint kein Ende zu nehmen. Hoffen wir, dass sich dieser Abstecher auch lohnt. Im Ort angekommen, suchen wir gleich das Büro von Darwin Expeditions, www.darwin-expeditions.com auf und buchen für die nächsten zwei Tage zwei "Wildlife" Ausflüge mit dem Boot (Zodiak).
Bevor wir am Donnerstag auf die erste Tour gehen, wollen wir noch Bargeld besorgen. In Puerto Deseado finden wir endlich eine Bank ohne Warteschlange die unsere USD Traveller Checks wechselt, wir sind richtig froh darüber. Denn die letzten Versuche scheiterten entweder an einer immens langen Warteschlange, mit Wechselstuben die nicht genügend Pesos hatten oder in Banken die sie nicht annehmen wollten. Nach einer Wartezeit von 30 Minuten sind wir dann schon nicht mehr so glücklich und nachdem wir die Bank nach über einer Stunde wieder verlassen, sind wir nahe an einem Nervenzusammenbruch. Fazit: wir empfehlen definitiv keine Traveller Checks zum Mitnehmen, denn Geldautomaten hat es genug (ausser in El Chalten! - Stand Januar 2008).
Die erste dreistündige Tour "Ria Deseado - EcoSafari" führt uns zuerst Richtung offenes Meer um vielleicht auf Delphine zu stossen. Kaum abgefahren, schwimmen bereits zwei "Commerson's Delphine" um das Boot. Die Bootsfahrt geht weiter vorbei an einer steilen Felswand wo verschiedene Kormorankolonien nisten. Hier gefallen uns die grauen Kormorane besonders. Anschliessend gehen wir auf der "Isla de los Pájaros" an Land und können eine Kolonie von Magellanpinguinen hautnah erleben. Ein wirklich besonderes und unvergessliches Erlebnis. Viele Jungtiere verlieren zur Zeit ihr Federkleid und schauen daher ziemlich "strubelig" aus.

Am nächsten Tag gehen wir auf die "Pengüin Island Expedition" Tagestour, der eigentliche Grund weshalb wir den Weg nach Puerto Deseado auf uns genommen haben. Denn auf dieser Insel kommen neben den zahlreichen Magellanpinguinen, Seelöwen, Meeresvögeln auch die Rockhopper Pinguine vor, die einzige Kolonie an der patagonischen Küste. Diese flugunfähigen Tiere haben es uns mit ihren schönen roten Augen und den gelben "Augenwimpern" speziell angetan. Nach einer sehr welligen Überfahrt wo der Horizont ab und zu hinter den Wellen verschwindet, sind wir oder insbesondere Nici sehr froh wieder Land unter den Füssen zu haben. Nach einem Becher Coca Cola geht es schon wieder besser und los geht es zu Fuss dem ausgedienten Leuchtturm entgegen. Überall watscheln die Magellanpinguine umher und sogar der Leuchtturm und die umliegenden Ruinen dienen als Nistplätze. Zwischendurch müssen wir in Deckung gehen, werden wir von den "Great Skua" attackiert, welche ihre Jungen beschützen. Weiter geht es zu den Klippen hinter dem Leuchtturm. Hier ist die Kolonie der Rockhopper Pinguine vorzufinden. An die kleinen putzigen und nicht scheuen Pinguine mit einer Grösse bis 40cm können wir bis auf einen Meter heran. Auch hier hat es wieder viele Jungtiere die langsam ihr Federkleid verlieren.

Ein weiterer Höhepunkt auf dieser Insel ist die beeindruckende Seelöwenkolonie die man nicht nur hören sondern auch riechen kann. Fühlen sich die Tiere gestört, flüchten sie aufgeschreckt im Rudel ins Meer und strecken nur noch die Köpfe heraus. Ein lustiger Anblick. Allerdings sollte man auch den nötigen Respekt gegenüber den massigen Tieren die bis zu 400kg schwer werden, zeigen.

Nach dem Lunch geht es Mitte Nachmittag wieder zurück auf das Boot. Beim welligen Einstieg kriegen einige Expeditionsteilnehmer nasse Füsse. Auf der ruhigeren Rückfahrt begleiten uns wieder für kurze Zeit Delphine. Die Tour ist wirklich einmalig und wir können diese jedem der sich für diese Meeresbewohner interessiert weiterempfehlen. Weitere Fotos von den beiden Touren.
Wir kommen zügig voran und erreichen bald die Halbinsel Valdés, ein 3600 Quadratkilometer grosses Naturreservat. Auch hier sind wir uns lange unschlüssig ob wir diese Zusatzkilometer auf uns nehmen wollen oder nicht. Denn die Walsaison ist vorbei, die massigen und bis zu 4000kg schweren See-Elefantenbullen wohl weiter gezogen und Pinguine haben wir nun eigentlich genügend gesehen. Trotzdem haben wir das Gefühl vielleicht etwas zu verpassen und machen uns deshalb doch auf den Weg zur Halbinsel. Der Parkeintritt kostet rund CHF 15.00 pro Person, dazu gibt es eine magere Broschüre und im Infozentrum erhalten wir auf Spanisch einige Infos. Wir staunen, dass hier niemand Englisch kann, gehört doch die Halbinsel Valdés zu einem der wichtigsten touristischen Aushängeschilder Argentiniens.
Am südlichen Punkt Punta Delgada sieht man von weit oben auf einige See-Elefanten, der Grösse nach wohl Weibchen und Jungen. Ein Weibchen wiegt im Vergleich zum Männchen (s. oben) nur gerade 900kg. Hier ein interessantes Schild zum Grössen- und Gewichtsvergleich.
Auf der Weiterfahrt sehen wir zum ersten Mal Maras (Pampashasen). Sie schauen aus wie eine Mischung aus einem Hasen und einem Meerschweinchen. Und wenn sie laufen, dann sieht dies mit ihren kurzen Beinen echt drollig aus. Weiter am Punta Cantor hat man einen schönen Blick auf eine Sandbank und die in den Norden weiter verlaufende flache und wüstensteppige Insel.

An diesem Punkt kann man aus einer näheren Distanz See-Elefanten beobachten. Die meisten Tiere liegen auf der faulen Haut. Geniessen sie wohl die wärmende Sonne? Zwischendurch hört man ein lautes Ausschnaufen, wie wenn ein Ballon die Luft verliert. Aber auch hier sind zu dieser Jahreszeit keine Bullen mehr an Land.

Unser schönstes Erlebnis auf der Halbinsel ist der Sonnenaufgang bei der Pinguinkolonie in der Nähe von Punta Cantor. Obwohl wir ja eigentlich genügend Pinguine gesehen haben, erfreuen wir uns trotzdem nochmals an diesen kleinen putzigen Tieren in der frühen Morgensonne.

Wir unternehmen am Schluss noch einen Abstecher zum Punta Norte. Hier leben einige Seelöwen Kolonien. Im Moment wimmelt es nur so von kleinen schwarzen Robbenbabies, die "Rufe" wie Schafe von sich geben. An diesem Küstenabschnitt können im Februar und besser noch im März Orcas gesichtet werden. Leider zeigt sich bei unserem Besuch keiner, der letzte wurde vor rund einer Woche gesehen. Unter anderem sind die Seelöwen Opfer der Orcas. Zwar wirken die Seelöwen sehr nervös aber dies wohl aufgrund der wiederkehrenden Flut. Bei Flut hätte auch ein Orca die Gelegenheit sein Opfer am Strand zu schnappen doch wie gesagt, heute zeigt sich keiner.

Wir verlassen die Atlantikküste und fahren abgesehen von den Schluchten wie zum Beispiel das Valle de Los Martires rund 650 langweilige Kilometer landeinwärts bis wir Esquel erreichen. Von dort führt uns die Fahrt weiter durch den Los Alerces Nationalpark bis wir schlussendlich die Umgebung von San Carlos de Bariloche erreichen. Willkommen in der argentinischen Schweiz. Nicht nur wegen der Schokolade, die hier auch sehr lecker schmeckt sondern weil die Berg- und Seenlandschaft auch an die Schweiz erinnert. Die Region ist ein sehr beliebter Ferienort, so reiht sich auch eine Ferienanlage an die andere und uns ist es definitiv wieder einmal zu überlaufen. So wird leider nichts aus dem geplanten Käsefondue das wir hier in einem der Restaurants ausprobieren wollten denn wir verlassen Bariloche schon am frühen Nachmittag wieder.
Wir finden dann trotzdem noch ein ruhiges und idyllisches Plätzchen am nördlichen Ufer des Lago Nahuel Huapi und geniessen hier den restlichen Nachmittag. Am nächsten Tag geht es vorbei an Villa La Angostura, klein Bariloche, hier schlendern wir kurz durch die Schokoladen- und Souvenirshops bis wir wieder entlang der sogenannten grossen Seenschlaufe weiterfahren.
Dem Lanin Nationalpark statten wir auch nur einen kurzen Besuch ab, der Vulkan ist stark in Wolken eingehüllt und so geht es auch hier rasch weiter. Es gibt wieder viele Hunderte von Kilometer zu fahren, mal auf gut ausgebauten Strassen und mal überwiegen die Löcher im Strassenbelag. Vorbei geht es an Malargüe wie auch an Mendoza.
Da die Anden bei Mendoza in Wolken verhüllt sind, lassen wir den Abstecher zum höchsten Berg des amerikanischen Kontinents, dem Aconcagua mit einer Höhe von 6960m, aus. Interessant wird es für uns eigentlich erst wieder ab dem argentinischen Valle de la Luna (Tal des Mondes) im Nationalpark Ischigualasto. Der Park kann nur geführt besucht werden. Im Autokonvoi geht es von einer Attraktion zur anderen. Man findet in diesem Park aussergewöhnliche Sandsteinformationen und Skulpturen vor.

Sehr schön sind das "Valle Pintado" (bemaltes Tal) das in unterschiedlichen Farben im späten Nachmittagslicht leuchtet, die faszinierenden runden Kugeln "Cancha de Bochas" und die Skulpturen "Loberias". Da es in den letzten Tagen geregnet hat, können wir leider nicht alle Sehenswürdigkeiten besuchen da gewisse Wege momentan unpassierbar sind.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter zum knapp 80km entfernten Talampaya Nationalpark. Auch hier kann man nur unter kundiger Führung den Park besuchen. Wir entscheiden uns für das geführte Trekking von fast fünf Stunden. So entdecken wir zu Fuss die eindrücklichen Sandsteinformationen und die tief eingeschnittenen Schluchten. Auch Felsmalereien sind zu sehen, dessen Bedeutungen man nur vermuten kann. Wir staunen über die bis zu 130m hohen Sandsteinwände die zum Teil wie Orgelpfeifen oder Säulen wirken und in denen man das Echo eines "Schreies" bis zu fünfmal hören kann.

Wir übernachten gleich auf dem Zeltplatz beim Parkeingang und kommen zur Abwechslung mal in den Genuss von anständigen Duschen und WC's und das zu einem Preis von nur gerade CHF 1.10 pro Person. Schade nur, dass man solche Sanitäranlagen so selten antrifft.
Die Ruta 40 führt uns weiter Richtung Norden, zuerst über die kurvenreiche aber landschaftlich sehr schöne Quebrada de Miranda und dann weiter bis wir in zwei Tagen Cafayate erreichen. Der Ort lädt einem zum Verweilen ein. Uns zieht es trotzdem weiter, nochmals durch eine eindrückliche Schlucht, dieses Mal durch die Quebrada de las Conchas. Hier leuchten die Felsen in den intensivsten Rottönen. Eine wunderbare Fahrt die dann aber bald durch Regen und einer eher langweiligen Fahrt bis nach Salta abgelöst wird.

Von Salta geht es immer noch nordwärts bis zur Quebrada de Humahuaca. Die Berglandschaft präsentiert sich hier in allen Farbpaletten. Bei uns ist es leider etwas zu bewölkt, so dass wir schnell durch die Schlucht durchfahren.

Auf der Weiterreise Richtung Jama Pass besuchen wir am Morgen das Dörfchen Purmamarca. Der Berg der sieben Farben (Cerro de los Siete Colores) leuchtet in allen Farbtönen und umrahmt dieses herzige Örtchen.

Genau so bunt wie die Berge ist auch der Markt rund um die Plaza, überall werden Strickwaren aus Alpaka- und Lamawolle, Taschen, Panflöten und vieles mehr angeboten.

Die Strasse schlängelt sich immer höher und höher, man fährt vorbei am gleissend weissen Salzsee Salinas Grandes und am letzten Ort Susques bis man auf knapp 4000m den argentinischen Zoll erreicht. Kurz darauf passiert man den Jama Pass von 4200m. Wobei der Pass selber nicht der höchste Punkt auf der Fahrt ist, einige Kilometer weiter misst unser Höhenmeter rund 4600m. Die Grenzformalitäten für Chile sind erst in San Pedro de Atacama zu erledigen. Die Gegend hier mit der Atacama-Wüste zählt zu den trockensten Regionen der Welt. Hier weitere Bilder auf unserem Weg in Argentinien Richtung Norden bis über den Jama Pass.
San Pedro selber ist ein kleines touristisches Dörfchen am Rande der Atacama-Wüste, liegt auf einer Höhe von 2500 Metern und ist umgeben von 6000er Vulkanen. Viele Tourenanbieter, Restaurants und Unterkünfte verschiedenen Standards kämpfen um die Gunst der Touristen. Trotzdem hat das Dorf mit seinen Häusern aus getrocknetem Lehm einen gewissen Charme und es gefällt uns ganz gut hier.
Unser erster Abstecher rund um San Pedro führt uns am späteren Nachmittag ins Valle de la Luna, in das Mondtal. Am schönsten ist das Tal bei Sonnenuntergang zu besuchen. Das Abendlicht verfärbt die bizarren Formen aus Sand, Salz und Lehm und die hohen Dünen in warme Farbtöne und die Vulkane im Hintergrund leuchten im Abendrot.

März 2008
Ein nächstes Ziel in der Umgebung sind die auf 4200 Meter Höhe gelegenen Lagunen Miscanti und Miniques, umgeben von den beiden gleichnamigen Vulkanen. Die Gegend ist faszinierend, unberührt, rauh und schon fast unwirklich. Vielerorts grasen Vicunas und in der Lagune Miscanti sind am späteren Nachmittag wenige Flamingos in weiter Ferne zu sehen.

Wir können gleich neben dem Rangerhäuschen mitten auf der Einfahrtsstrasse unseren Camper parkieren und die Nacht hier verbringen. So kommen wir in den Genuss eines absolut spektakulären Sonnenunterganges. Zwar hat sich der Vulkan Miscanti innerhalb einer Stunde schlagartig in Wolken verhüllt aber die Umgebung wird in kitschigen Rottönen angeleuchtet so dass wir nicht mehr wissen wo hinschauen und wohin wir denn nun die Kamera richten sollen.

Am nächsten Morgen wachen wir beide mit Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Die Höhe bekommt uns anscheinend nicht gut und so fahren wir gleich nach Sonnenaufgang wieder runter auf 2500 Meter wo es uns bald wieder besser geht. Wir besuchen eine weitere Attraktion, die Lagune Chaxa, eine gute Flamingo-Beobachtungsstelle. Wir haben gelesen, dass es hier ebenfalls bei Sonnenuntergang sehr schön sein soll. Wir vertreiben deshalb unsere Zeit bis zur späten Abendstunde mit Lesen, Fotografieren und Filmen. Wir sind aber froh, dass wir die Flamingos bereits am Nachmittag aus näherer Distanz besuchen (soweit es der Weg zulässt) und mit der Kamera festhalten denn bei Sonnenuntergang haben sich alle in einer viel weiter entfernten Lagune versammelt. Der Sonnenuntergang selber fällt heute nicht sehr speziell aus und wir fahren kurz darauf zurück nach San Pedro de Atacama.
Wir müssen in der 100km entfernten grösseren Stadt Calama eine Zwangspause einlegen. Unserem Fahrzeug ist "die Puste ausgegangen" und der Motor strotzt nicht mehr vor Kraft! Wir haben einen Termin in der Toyota Garage und sie finden ziemlich schnell heraus an was es liegt. Wir haben wohl in Argentinien schlechten Diesel erhalten, nämlich vermischt mit Wasser! So muss der ganze Tank geleert, gereinigt und die Filter ersetzt werden. Willkommen in Südamerika!!
Wir setzen unsere Reise nach diesem "Zwischenstopp" gleich wieder fort denn in dieser staubigen und belebten Stadt Calama hält uns nichts auf. Zwar liegt nur etwas nördlich Chuquicamata, die grösste Kupfermine Chiles aber diesen Besuch lassen wir aus.
Als nächstes stehen die bekannten Tatio Geysire auf unserem Reiseprogramm. Wir erreichen diese direkt von Calama aus über eine schmale aber gut ausgebaute Schotterpiste und können uns daher nochmals den Umweg über San Pedro de Atacama ersparen. Nachdem wir kurz das kleine Oasendorf Caspana mit all ihren Lehmhäusern besuchen, erreichen wir die Geysire die auf fast 4300 Metern liegen gegen den späteren Nachmittag. Zu dieser Tageszeit ist nichts mehr los denn die Geysire sind nur in den frühen Morgenstunden am aktivsten und daher nur gerade zu diesem Zeitpunkt eine grosse Touristenattraktion. Der Eintrittspreis von CPL 3500.00 plus Camping CPL 2000.00 (zusammen fast CHF 14.00 pro Person) scheint uns auf Anhieb schon etwas hoch. Doch als wir abends, zu zweit, das herrliche Bad im natürlichen Thermalpool geniessen, dies inmitten einer grossartigen Bergkulisse, da können wir eigentlich nichts mehr gegen diesen Preis einwenden. Es hat zwar bei der kühlen Aussentemperatur von vielleicht knapp über null Grad etwas Überwindung gebraucht aber ist man mal im warmen Wasser dann ist es einfach nur noch herrlich.
Am nächsten Morgen werden wir gegen 06h30 von den ersten einfahrenden Tourenbussen und Autos von San Pedro de Atacama herkommend, geweckt. Die Tatio Geysire bieten frühmorgens durch die tiefen Temperaturen ein eindrückliches Naturschauspiel. Überall blubbert, zischt und dampft es aus dem Boden heraus. Der Dampf steigt an verschiedenen Stellen bis zu 20 - 30m in die Höhe. Am schönsten finden wir es wenn die Sonne hinter den Bergen hervorkommt und so ein herrliches Lichtspiel mit der Sonne und dem Dampf entsteht. Der Dampf nimmt zwischen 09h00 und 10h00 durch die wärmeren Temperaturen und den aufkommenden Wind immer mehr ab.

Gegen 09h00 fahren bereits die ersten Tourenbusse wieder weiter und um 11h00 fährt auch der letzte Bus wieder ab. Da uns die Zeit nicht davon läuft, geniessen wir ein erneutes Thermalbad. Doch auch für uns heisst es irgendwann mal Abschied nehmen und so fahren wir auf der gleichen Strasse zurück nach Calama. Auf der Rückfahrt besuchen wir die sehr schöne altiplano Kirche San Francisco in Chiu Chiu. Die Kirche ist mit weissem Kalk bestrichen, die dicken Mauern sind aus Adobe (Gemisch aus Lehm, Quarz und anderen Mineralien) und für den Innenausbau und die Türen wurde Kaktusholz verwendet. Hier weitere Bilder zu San Pedro de Atacama und dessen Umgebung.
Von Calama geht es schnell nordwärts durch die kahle und öde Wüste bis wir Arica, die nördlichste Stadt Chiles erreichen. Hier suchen wir uns im Norden ein gemütliches Strandplätzchen zum Campieren. Das Schild "Camping" weist daraufhin, dass es hier am Strand erlaubt ist zu campieren. Nichts ahnend parkieren wir unser Auto, kochen gemütlich unser Abendessen. Es ist nicht viel los. Doch es ist Freitagabend und anscheinend zählt dieser Abschnitt, obwohl die Polizeistation vielleicht nur 500m weiter weg liegt, zur Ausgangsmeile der jungen Chilenen. Ein Auto nach dem anderen fährt an, jeder stolzer auf seine Autoanlage als der vorherige. Wir werden regelrecht umzingelt, überall "donnert und tönt" es aus den Autos..."bumm bumm bumm". Da wir nicht wissen wo wir um diese späte Zeit noch hinfahren sollen und wir sowieso von Autos umstellt sind, harren wir aus. Obwohl der Letzte am frühen Morgen gegen 07h30 nochmals seine Autoanlage voll aufdrehen muss und unser ganzer Camper mitvibriert. So sind wir verständlicherweise zur Zeit etwas allergisch gegen die chilenische Latin-Popmusik.
Wir verlassen Arica an diesem Morgen fluchtartig Richtung Anden. Über eine kurvenreiche Strasse erreichen wir Putre und noch weiter oben den Lauca Nationalpark. Auf einem kurzen Rundweg entlang grünen Hochmoores (bofedales) sehen wir erneut viele Vicunas und in den Felsen die kleinen hasenähnlichen Vizcachas. Weiter besuchen wir das kleine Dorf Parinacota. Es leben heute noch 5 Familien in diesem kleinen abgeschiedenen Ort. Die Kirche ist die eigentliche Attraktion des Ortes. Der kleine herzige Bub hat aber eine ganze andere Attraktion gefunden!

Die für diese Region bekannten Zwillingsvulkane Parinacota (6330m) und Pomerape (6250m) sind heute Nachmittag leider in Wolken verhüllt. Haben wir wohl generell etwas Pech mit schönem Wetter bei den Vulkanen? Man könnte es meinen. Da wir aber gleich beim Lago Chungara, dem höchstgelegenen See der Welt mit einer Höhe von 4570m übernachten, erhalten wir zur späten Abendstunde doch noch einen freien Blick auf den schön geformten Vulkan Parinacota.

Der nächste Morgen ist wieder gleich bewölkt, gegen Mittag verdichten sich die Wolken noch mehr und es beginnt hier in dieser Höhe zu schneien. Da wir den langen Weg in den Norden gefahren sind, möchten wir gerne etwas schöneres Wetter abwarten. Wir haben noch etwas Zeit und so verbringen wir zwei Nächte in einem Hotel in Putre weil es im Ort keinen Zeltplatz hat. Als wir uns am dritten Tag wieder auf den Weg zum Lauca Nationalpark machen, erwartet uns wahrhaftig eine frisch verschneite Vulkanlandschaft. Der Schnee schmilzt aber so schnell wie er gekommen ist und gegen Mittag ist schon wieder vieles grün.

So ist auch die Strasse zu den Salar de Surire wieder schneefrei und wir nehmen diese Strecke von etwas mehr als 100 Kilometer am Nachmittag auf uns. Wir hoffen, dass wir sie auch nach dem vielen Regen und Schnee problemlos passieren können. Obwohl wir bei der Polizei wie auch beim Conaf nach dem Strassenzustand nachgefragt haben und uns zugesichert wird, dass es ok ist, sind wir nicht wirklich überzeugt dass es auch tatsächlich so ist. Doch unsere Bedenken bis zur Salar de Surire sind zum Glück unbegründet, die Strasse ist in einem passablen Zustand. Dieser auf 4250m liegende Salzsee vermag uns am Anfang nicht wirklich zu überzeugen. Eine Mine baut am westlichen Ufer Borax (Chemikalien) ab und die Landschaft sieht mehr nach einer Baustelle aus. Hat sich diese weite Fahrt wirklich gelohnt? Doch weiter am Südufer wird die Landschaft wieder ursprünglicher und als wir schlussendlich bei den Thermalquellen Polloquere ankommen, gefällt es uns sehr gut. Erneut haben wir ein heisses Thermalbad für uns alleine. Und ganz unerwartet präsentiert sich die Landschaft zum Sonnenuntergang in einem herrlichen Farbenspiel. Einen schöneren Abschluss für unsere fast einjährige Reise können wir uns gar nicht wünschen. Hier noch mehr Bilder zum Lauca Nationalpark und Salar de Surire.

Natürlich ist die Reise hier noch nicht ganz am Ende. Ein letztes Abenteuer steht uns noch bevor. Auf dem Weg zurück Richtung Süden nach Colchane müssen wir noch eine knifflige Flussdurchfahrt bewältigen. Zum Glück kommt alles gut und wir können die Weiterfahrt am gegenüberliegenden Ufer ohne festgefahren zu sein, fortsetzen. Vorbei geht es auf dem Altiplano an menschenleeren Orten die zum Teil nur noch zu festlichen Zwecken besucht werden. So zum Beispiel auch der Ort Isluga mit seiner schönen Kirche. Ab Colchane geht es zurück auf die Panamericana und eine für uns unattraktive lange Fahrt führt uns schlussendlich zurück nach Santiago wo wir den gemieteten Camper wieder zurückgeben und unseren Heimflug in die Schweiz antreten.
Und auch in diesen beiden Ländern haben wir wieder viele wundervolle und unvergessliche Momente in der Natur erlebt und sind durch faszinierende Landschaften gereist. Wir werden noch lange an diesen Erinnerungen zehren.
In Südamerika zu reisen war neu für uns. Es war nicht immer leicht in diesen Dritt- oder Schwellenländer unterwegs zu sein. Das Reisen haben wir als viel anstrengender als in Australien oder Neuseeland empfunden und das eine oder andere haben wir als störend empfunden. Die Gründe dafür sind nicht nur die Sprache die wir nicht beherrschten sondern die oft baufälligen dreckigen Sanitäranlagen die man auf den Zeltplätzen antrifft, Zeltplätze die für Camper gar nicht geeignet sind, keine Rücksicht oder der fehlende Respekt der Einheimischen gegenüber der fragilen Natur, unübersehbare Abfallberge verstreut über beide Länder, Motoren die man unnötig laufen lässt. Ein gutes Beispiel sind die vielen Tourenbusse beim Perito Moreno Gletscher, alle lassen die Motoren laufen und das beim aktuellen Thema Gletscherschmelze. Was in Chile noch speziell der Fall ist, das Land hat schon fast schweizerisches Preisniveau kann aber mit der südamerikanischen Qualität nicht überzeugen. Hier einige wenige Beispiele dazu.

Wir sind dankbar und glücklich, dass wir diese grosse Reise ohne nennenswerte Probleme wie Krankheit, Diebstahl oder Unfall überstanden haben. Mit vielen Erinnerungen, Eindrücken und Begegnungen kehren wir zurück in die Schweiz. Wir sind gespannt auf die neuen Herausforderungen die uns in der Schweiz erwarten und ob wir diese nach einem "frei wie ein Vogel Leben" wieder bewältigen können.
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