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16.4.2007 Jetzt geht's los!
Unser erstes Ziel ist Australien. Dort sind wir bis ca. November in einem 4x4 Camperwagen unterwegs. Nach einem kurzen Abstecher in Neuseeland werden wir das "andere Ende der Welt" erkunden, Chile, Argentinien und Feuerland. Hier gibt es dann Neues von uns "unterwegs". Also bis bald!

April & Mai 2007
©2007 Fotos und Text Nicole Kunz
Nicht dass Surfers Paradise unsere Traumdestination ist, um eine Reise in Australien zu starten. Aber unsere Absicht war ja, hier ein 4x4 Camper zu kaufen. Der Kauf kam schlussendlich nicht zustande. Wir wurden uns mit dem Preis nicht einig, beim Check in der Garage sind ziemlich viele Mängel hervorgekommen, einige mussten gleich behoben werden, einige hätten kommen können oder auch nicht. Irgendwie muss man dies ja berücksichtigen und somit stimmte für uns der Verkaufspreis nicht mehr und der Verkäufer kam uns im Preis zu wenig entgegen. Später hat man uns sowieso davon abgeraten, Fahrzeuge mit 400'000km oder mehr zu kaufen.
Wir liessen den Kopf nicht hängen und nach einigen Telefongesprächen hatten wir bereits ein super Angebot. Easy Life Rentals sei Dank, wir hatten überaus Glück und konnten innert Kürze einen Bushcamper oder besser gesagt ein Bushkangaroo mieten und das zu einem sensationellen Preis. Wieso also Nerven brauchen für Kauf, Verkauf, Versicherungen etc. wenn’s einfacher und bequemer auch geht. Sicherlich, wir raten nach wie vor bei einem längeren Aufenthalt nicht von einem Kauf ab aber bei uns hat’s jetzt so gepasst und wir sind rundum happy. Don’t worry be happy!
Ab dem 02.05.07 können wir das Bushkangaroo entgegennehmen und unsere "richtige" Reise startet endlich. Wie hat es Hans Wälchli im e-mail so schön formuliert: in einem "normalen Urlaub" müssten wir uns jetzt schon ernsthaft um den Rückflug kümmern! Wie recht hat er! Doch bei uns dauert es zum Glück noch etwas an bis wir überhaupt an den Rückflug denken müssen und das ist wahrhaftig ein herrliches Gefühl!

Unsere grob geplante Route: Brisbane, Carnarvon Nationalpark, Savannah Way, Kakadu Nationalpark, Katherine Gorge, Bungle Bungle Nationalpark, Tanami Track, Alice Springs, Ayers Rock, Oodnadatta Track, Kangaroo Island, Mildura, Broken Hills, Ostküste, Brisbane, Sydney.
Zuerst führt uns der Weg durch das eher unbekanntere Sunshine Coast Hinterland. Über kurvige Strässchen geht's vorbei an kleinen Dörfchen und Weidelandschaften, eine richtig idyllische Gegend. Kurz nach Toowoomba wird's dann typisch Australisch, die Strasse wird gerader und gerader, weit und breit ist nicht mehr viel zu sehen, ausser ab und zu wieder ein paar Rinderherden oder der Verlauf der Bahnstrecke von Brisbane nach Charleville.
Unser erstes Highlight ist der Besuch des Carnarvon Nationalparkes. Der Park ist eine grüne Oase inmitten des trockenen Outbacks. Gut sichtbar sind momentan die Folgen der Flutwelle vom 16.02.07. Alles was den Wasserfluten nicht standhalten konnte, wurde mitgerissen. Vor allem entlang des Flusses sieht es an vielen Orten noch chaotisch aus, überall liegen noch entwurzelte Palmen und Bäume rum.

Der Ranger teilte uns mit, dass das Wasser anscheinend so schnell kam, dass sogar die Tiere, welche sonst für so was einen Spürsinn haben, nichts bemerkt haben und ebenfalls mitgerissen wurden. Es wird vermutlich Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis von all den Schäden nichts mehr zu sehen ist. Doch auch trotz den sichtbaren Folgen lohnt sich ein Besuch. Denn die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Art Gallery mit den Aboriginal Paintings, der Ward's Canyon mit seinen seltenen King Farnen, das Amphitheatre, der Moss Garden u.v.m. sind grösstenteils verschont geblieben und sind absolut sehenswert.

Noch eine lustige Anmerkung zum Carnarvon Campingplatz (Takarakka Bush Resort), punkt 06h00 morgens hört man nicht den Hahn krähen, nein hier im Busch ist es der Kookaburra (lachender Hans) der sich jeden Morgen mit seinem Lachen ankündigt.

Über Emerald, Barcaldine, weiter auf dem Matilda Highway über Longreach und Winton geht's nordwärts zum eher unbekannten und kleinen Procupine Nationalpark. Nur ein kurzer Bushwalk ist hier möglich, alles andere ist nicht erschlossen.

Auf unserer Weiterfahrt schüttelt es uns, das Fahrzeug und den Inhalt zum ersten Mal so richtig durch. Wir sind nun auf einer Schotterpiste oder besser gesagt, Wellblechpiste, unterwegs! Kurz nachdem wir vom Procupine Nationalpark abgefahren sind, da, was liegt da vorne auf der Strasse und bewegt sich? Tatsächlich, schon wieder eine Schlange! Konnten wir doch schon im Carnarvon Nationalpark eine Schlange sehr gut beobachten ohne dass sie gleich ins Gebüsch verschwand. Obwohl Nici wäre es sicher wohler gewesen!

Unterwegs auf der Holperpiste, fängt es plötzlich an zu stinken. Nici meint zuerst es riecht nach Diesel und Posche hört irgendein "Ventilgeräusch". Und tatsächlich, die Gasflasche hat sich selbstständig gemacht und das Ventil hat sich geöffnet. Es stinkt deftig nach Gas!! Schnell das Ventil wieder verschliessen, Fenster und Türen auf und gut durchlüften! Ui ui da haben wir doch was dazugelernt, stell nie was auf die Gasflasche, das auf diesen holperigen Strassen auf die Gasflasche schlagen kann und so das Ventil öffnet!
Unser nächstes Ziel, die Cobbold Gorge, erreichen wir dann doch noch nach fast 400km Schotterpiste. Doch die Fahrt dorthin hat sich gelohnt, die Schlucht, welche wir am nächsten Morgen auf einer Bootstour erkundigen, ist sehr beeindruckend. Sie ist an gewissen Stellen nur 1,5m breit, das Boot, dessen Motor mit einer Batterie betrieben wird, fährt langsam und leise durch die Schlucht, man wagt gar nichts mehr zu sagen, so still ist es hier. Leider war es sehr schwierig zum Fotografieren und Filmen und die Fotos kamen ziemlich dunkel raus.
Nach diesem schönen Ausflug wollen wir nicht gleich wieder ins Auto sitzen und weiterfahren. Wir gönnen uns also einen Ruhetag. Doch "wer auch immer" ist nicht damit einverstanden. Als wir nämlich zurück zum Zeltplatz und zum Auto gehen, was sehen wir da, wir haben am Hinterrad eine Platte. Wir räumen fast das ganze Auto aus und können den verflixten Wagenheber einfach nirgendwo finden. Nachdem uns "Aussies" mit ihrem Wagenheber zur Hilfe kamen, und alles erledigen, kommt am Schluss unser Wagenheber doch noch aus seinem Versteck zum Vorschein. Er hat sich ganz gut hinter einer Abdeckung versteckt. Na gut, fürs nächste Mal, wissen wir es jetzt wenigstens. Wobei schön wäre es, wenn es bei diesem einen Platten bleibt!
Am Abend entdecken wir bei den Toiletten und Duschen diese drolligen Frösche. Wobei für Australien sind die warzigen Frösche, die Aga-Kröte (Cane Toads) rechts im Bild, eine grosse Plage.

Auf unserer Weiterfahrt wird in Georgetown kurz der Schlauch in der Garage geflickt und im nu sind wir wieder unterwegs. Wir machen einen Abstecher ans Meer, nach Karumba, einem kleinen Fischerort am Gulf von Carpentaria. Auch bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge. Zwar sind all die "grauen Nomaden" dorthin unterwegs (pensionierte Australier, welche vom winterlichen Süden in den warmen Norden reisen), doch wir lassen uns nicht davon abhalten, schliesslich müssen wir das Durchschnittsalter etwas heruntersetzen und auch wir geniessen einen wunderschönen und kitschigen Sonnenuntergang!

Unser Ziel führt uns weiter zum Lawn Hill Nationalpark, in dem wir einige Tage bleiben wollen. Wir quartieren uns auf dem Nationalpark Zeltplatz ein. Wir erhoffen uns ziemlich viel von diesem Nationalpark und unsere Erwartungen werden bei weitem übertroffen. Ein wahre Oase inmitten des kargen Outbacks.

Mit dem Kanu paddeln wir durch die bis zu 60m tiefe Schlucht. Wir sind absolut beeindruckt von den roten, steil aufragenden Felswänden und dem Flussufer, welches von üppigen Livistona Palmen und Fluss-Eukalypten umsäumt ist. Die Pools bei den Kaskaden sowie bei den Indarri Falls laden zu einem erfrischenden Bad ein. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Auf weiteren kurzen Wanderwegen kann der Park ebenfalls erkundet werden. Dies allerdings am besten am frühen Morgen oder gegen den späteren Nachmittag, wenn die Temperaturen noch nicht oder nicht mehr so hoch sind. Weitere Bilder vom Lawn Hill Nationalpark (Fotogalerie)
Nach fünf eindrücklichen Tagen im Lawn Hill Nationalpark fahren wir auf einem 150km langen und einsamen 4WD Track weiter Richtung Nordwesten zum Kingfisher Camp. Nach rund 20 Kilometer kommen wir bei der Lawn Hill Farm vorbei, hier ist gerade ein Road Train eingetroffen und wir können den Cowboys beim Abladen der Rinder zuschauen.

Kurz darauf kommen wir endlich zur ersten Flussüberquerung mit Wasser. Bis anhin waren all die Flüsse bereits ausgetrocknet und dies obwohl die Trockenzeit erst begonnen hat. Damit es Nici auf der Beifahrerseite während der Fahrt nicht langweilig wird, darf oder besser gesagt muss sie ein Durchfahrtstor nach dem anderen öffnen und wieder schliessen. Ingesamt waren es rund 11 Tore auf den 150km ohne Gegenverkehr. Zwischendurch müssen wir auch Anhalten da Rinder auf dem Track liegen und sich nur mühsam wegbewegen, also doch Gegenverkehr, einfach etwas anderer Art!!

Der Kingfisher Zeltplatz liegt idyllisch unter vielen schattenspendenden Bäumen in der Nähe des Nicholson River. Der Fluss erreichte im Jahr 2006 einen Wasserstand der höher war als unser Fahrzeug mit aufgestelltem Dach, kaum vorstellbar! Das Schild hoch oben am Baum kennzeichnet die Höhe des Wasserstandes.

Weiter geht es auf dem Savannah Way auf über 500km Schotterpiste, welche abwechslungsweise sandig, steinig, wellblechartig und mit steil abfallenden Bach- oder Flussdurchquerungen (mit und ohne Wasser) ist. Ab Booroloola entscheiden wir uns für die geteerte Strasse bis zum Stuart Highway, der uns weiter Richtung Norden nach Mataranka und dann schlussendlich nach Katherine führt.
Unser nächstes Ziel, die Katherine Gorge wollen wir per Kanu entdecken. Leider sind die Kanus aber noch nicht hier und so entscheiden wir uns am nächsten Tag für eine Wanderung in die Butterfly Gorge mit Abstecher zum Pat's Lookout.

Der Name der Schlucht hält was er verspricht, wir haben Hunderte von Schmetterlingen gesehen, welche in der kühlen und feuchten Schlucht Schutz vor der Hitze suchen. Leider war es nur eine Art, dafür aber haben wir auch noch farbenprächtige Käfer gesehen.

Auf dem Zeltplatz bei der Katherine Gorge können wir tagsüber verschiedenste Vogelarten beobachten, wie zum Beispiel den "blue faced honeyeater" (eine Art Honigesser) - oder den "rainbow lorikeet" (Blauwangenlori) ... wobei man sich auch fragen kann, wer beobachtet hier wen?

Juni 2007
Nach der Katherine Gorge führt uns unsere Reise weiter zum grössten Nationalpark Australiens und dem drittgrössten der Welt. Mit seiner Grösse von 20'000 Quadratkilometer ist der Kakadu Nationalpark halb so gross wie die Schweiz!
Absolut begeistert sind wir von der Yellow Water Sunset Bootstour, bei der wir sehr viele Tiere (Salzwasserkrokodile, Schlangenhalsvogel, Magpie Gänse, Schmuckspint, Reiher etc.) beobachten können und einen grandiosen Sonnenuntergang auf den "Wetlands" (Schwemmlandebenen) erleben.

Gewisse Wege wie z.B. der Cooinda Boardwalk beim Yellow Water sind während unseres Besuches immer noch unzugänglich aufgrund des vielen Wassers. Faszinierend ist auch die grossartige Aussicht auf die weiten Ebenen vom Ubirr Rock aus, sei dies bei Sonnenuntergang oder auch in den Morgenstunden. Ebenfalls interessant sind die Aborigines Felszeichnungen am Ubirr Rock sowie am Nourlangie Rock, die bis zu 35'000 Jahre alt sind. Auf einem Rundgang sind wir auf ein interessantes "grünes Tier" gestossen, ein "giant stick insect" (eine Art Stabheuschrecke) mit einer Grösse von sicher 25cm (siehe Fotogalerie). Weitere Bilder vom Kakadu Nationalpark (Fotogalerie)
Zurück in der Zivilisation, in Darwin, bleiben wir für ein paar Tage und nutzen die Annehmlichkeiten einer "Kleinstadt". Am Donnerstag Abend geniessen wir zusammen mit vielen Anderen einen tollen Sonnenuntergang am bekannten Mindil Markt.

Nach ein paar Tagen haben wir genug vom Stadtleben und es geht wieder weiter Richtung Süden. Da bei unserem ersten Abstecher in die Katherine Gorge die Kanus noch nicht dort waren, haben wir uns entschlossen, auf dem "Rückweg" eine Kanufahrt mit Zeltübernachtung zu unternehmen. Doch vorher machen wir noch einen kurzen Abstecher zu den Edith Falls. Der kurze Abstecher wird zu einem längeren Aufenthalt, da wir für die Kanufahrt noch 4 Tage warten müssen. Doch hier fällt es uns nicht schwer einige Tage zu verbringen, hat es doch einen herrlichen Pool wo wir jeden Tag ein erfrischendes Bad nehmen können. Und auch die Wasserfälle in den Upper Pools sind eine Augenweide...

...und den Sonnenuntergang mit den rot leuchtenden Felsen können wir auch hier geniessen.

Leider fällt unser gebuchter Kanutrip in der Katherine Gorge wortwörtlich ins Wasser. Wer hätte das gedacht! Da die Wetterprognosen für die weiteren Tage nicht besser aussehen und auch wir weiterreisen wollen, annullieren wir den Kanutrip. Wir fahren weiter Richtung Westen nach Kununurra. Doch hier erwartet uns noch schlechteres Wetter. Die Wolken hängen tief, die Temperaturen ebenfalls. Auf dem Campingplatz ist es nass, kalt und ungemütlich.

Und das was wir befürchtet haben, bewahrheitet sich. Unser nächstes Ziel, die Zufahrtsstrasse zu den Bungle Bungle ist geschlossen. Praktisch alle 4x4 Wege in den Kimberleys sind momentan wegen dem ausserordentlichen Regen geschlossen. Es kann noch ein paar Tage dauern bis die Wege wieder trocken und befahrbar sind. Und dies in der Trockenzeit. Das Wetter spielt also auch in Australien verrückt!

Was machen wir da? Ganz einfach, wir fahren weitere 1000km westwärts nach Broome und geniessen hier ein paar Tage bei herrlichem Sonnenschein, warmen Temperaturen und romantischen Sonnenuntergängen am Cable Beach. Wie heisst es so schön in Australien - "no worries" (kein Problem)!

Immer wieder checken wir telefonisch die Strassenkonditionen ab. Endlich, ab Mitte Woche sind die für uns wichtigen 4x4 Strassen wieder geöffnet und uns hält nach vier ganzen Tagen in Broome nichts mehr zurück. (Sonnen)Energie haben wir genug getankt und wir sind wieder voller Tatendrang. Unser erstes Ziel ist die Windjana Gorge, die man über die ersten Kilometer vom Westen her kommend auf der Gibb River Road, erreicht. Der Campingplatz gleich beim Eingang der Schlucht ist erschreckend voll. Da haben wahrscheinlich ziemlich viele Reisende darauf gewartet bis all die Sehenswürdigkeiten nach dem Regen wieder zugänglich sind. Wir finden trotzdem ein nettes Plätzchen mit direkter Sicht auf die Felsen am Schluchteingang und geniessen die leuchtenden Farben der Felsen in der Abendsonne.
Am Morgen geht es auf Entdeckungstour in die Windjana Gorge. Durch einen schmalen Spalt im Felsen gelangt man in die Schlucht. Schon bald sind die ersten Süsswasserkrokodile zu sehen. Sie liegen regungslos auf der gegenüberliegenden Sandbank und sind am sonnenbaden. Obwohl wir die Schlucht bereits im Jahre 1999 besucht haben, beeindruckt die bis zu 100m tiefe Schlucht uns wieder von neuem.

Unter anderem natürlich auch, da hier die zahlreichen Süsswasserkrokodilie aus nächster Nähe beobachtet werden können und sich die Schlucht am heutigen windstillen Tag herrlich in den zurückgebliebenen Billabongs spiegelt. Weitere Bilder von der Windjana Gorge (Fotogalerie)
Unsere Weiterfahrt führt uns wiederum auf einer Schotterpiste zum südlich gelegenen Tunnel Creek Nationalpark. Wir "montieren" unsere Sandalen und Stirnlampen und erkundigen den Naturtunnel, welcher rund 750m lang und zwischen 3 bis 12m hoch ist. An einigen Stellen muss man durch das kalte Wasser waten um von einer Sandbank zur anderen zu gelangen.

Der Wasserstand ist zum Glück nur kniehoch und daher leicht zugänglich. Da wir nicht genau wussten, was uns hier erwartet, haben wir nur die kleine Kompaktkamera im wasserdichten Sack mitgenommen. Doch um wirklich gute Bilder von diesem Tunnel zu erhalten, ist ein Stativ nötig und wir holen unsere "richtige" Foto- und Videoausrüstung und durchqueren den Tunnel ein zweites Mal. Vor uns läuft eine grosse Gruppe und dank dem Reiseleiter und seiner starken Taschenlampe sehen wir im Wasser ein Süsswasserkrokodil, das starr unter einer Quelle im Wasser liegt.
Nach diesem "unterirdischen" Abenteuer fahren wir weiter nach Fitzroy Crossing. Die Gibb River Road lassen wir aus, da wir diese bereits vor 8 Jahren befahren haben. In Fitzroy Crossing besuchen wir gegen den späteren Nachmittag die Geikie Gorge und erleben ein herrliches Farbenspiel der Felsen die im letzten Sonnenlicht leuchten. Kurz nach Sonnenuntergang steigt der "fast" Vollmond hinter den Felsen auf.

Juli 2007
Zurück über Halls Creek gelangen wir zum zweiten Mal zur Einfahrt in den Purnululu (Bungle Bungle) Nationalpark. Dieses Mal steht zum Glück das Schild "road closed" nicht mehr am Eingang. Nur das Durchfahrtstor ist zu öffnen und los geht's auf der kurvigen 53 Kilometer langen ungeteerten 4x4 Zufahrtsstrasse in den Park. Kaum 20 Kilometer gefahren, steht bereits das erste und vielleicht grösste Hindernis bevor, das Überqueren des ersten Flusses der einen momentanen Wasserstand von 50cm hat. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber als wir dort ankommen, wird soeben ein stecken gebliebener 4x4 Tourenbus von einem Strassenbaufahrzeug heraus gezogen.

Der Bus ist auf den letzen Metern stecken geblieben. Nicht gerade tolle Aussichten!! Wir stehen in der Kolonne und keiner will als Erster durch den Fluss fahren. Dann macht doch, wahrscheinlich ein Aussie, den Anfang und es sieht ziemlich „grob“ aus. Das Fahrzeug wird hin- und hergeschaukelt und das Wasser kommt ziemlich hoch. Noch zwei weitere Autos fahren vor uns durch bis wir schliesslich an der Reihe sind. Unser „first driver“ Posche fährt uns, zwar etwas ruckartig, durch das Wasser durch, das ganze Fahrzeug schüttelt und rüttelt, doch wir kommen ohne stecken zu bleiben am anderen Flussufer an. Weiter geht es auf schmalem, holprigem, steinigem, kurvigem und vielmals unübersichtlichem Weg rein in den Nationalpark. Sind wir hier auf einer Achterbahn, oder was?
Hier noch Videos von der Flussdurchquerung: Auto überquert Fluss (2.5MB WMV Datei) / Und so sieht es von innen aus (2.5MB WMV Datei)
Wir geniessen drei volle Tage im Purnululu Nationalpark. Die erste Übernachtung ist auf dem Kurrajong Zeltplatz. Von dort aus fährt man noch rund 13 Kilometer bis zum Echidna Chasm, einer Schlucht, die mit Livistonia Palmen bewachsen ist. Der Fussweg in die hochaufragende Schlucht wird immer enger bis er schlussendlich in eine Sackgasse führt. Dasselbe in der Mini Palms Gorge. Diese beiden Sehenswürdigkeiten sind für uns sicherlich sehr eindrücklich doch es ist nicht das, was wir von den Bungle Bungle erwartet haben, nämlich die typischen "Bienenkörbe" die man auf allen Postkarten sieht und welche wir bei unserem Helikopterrundflug im Jahre 1999 von der Luft aus gesehen haben.

Diese bekommen wir aber dann doch noch zu sehen. Nämlich vom südlichen Ausgangspunkt, vom Piccaninny Creek Parkplatz aus. Von dort aus starten die Fusswege zur eindrücklichen Cathedral Gorge, zum kurzen "Dome Walk" und entlang des Piccaninny Flussbett, das zum grössten Teil ausgetrocknet ist. Doch zum Glück gibt es noch ab und zu kleine Wassertümpel in denen sich die Dome wunderbar spiegeln und die einzigartige Landschaft noch grandioser machen. Weitere Bilder vom Purnululu (Bungle Bungle) Nationalpark (Fotogalerie)

Nach diesen eindrücklichen Tagen im Purnululu Nationalpark führt uns der Weg wieder zurück nach Halls Creek. Von dort aus geht es Richtung Süden auf einsamen 1060 Kilometern auf der Tanami Road Richtung Alice Springs.
Rund 800 Kilometer davon sind auf einer Holperpiste, die bei unserer Durchfahrt in einem besseren Zustand ist als erwartet. Klar gibt es ab und zu steinige und wellblechartige Abschnitte, doch der grösste Teil ist soeben neu präpariert worden und fast wie auf Asphalt zu befahren. Im Reiseführer steht dass die Strecke "a lot of nothing" bietet, was soviel bedeutet wie "viel nichts". So schlimm haben wir es allerdings nicht empfunden.

Unser Highlight am ersten Tag ist sicherlich die Begegnung mit dem "Thorny Devil" (Dornenteufel). Wir überfahren ihn beinahe, steht er doch bewegungslos mitten auf der "Strasse". Eine ganz spezielle Kreatur ist es, dieses Tier mit seinen Dornen die seinen Körper zieren. Er lässt sich durch uns nicht aus der Ruhe bringen und regt sich kaum, bloss seinen Kopf bewegt er ab und zu.

Kurze Zeit später sehen wir ebenfalls auf der Fahrpiste ein "Burton's legless Lizard", sieht aus wie eine Schlange, ist aber eine beinlose Echse sowie drei Blauzungenskink die sich vor dem Feuer (Buschbrand) auf die Piste retten. Richtig ulkige und komisch dimensionierte "Viecherchen" mit einer bedrohlich blauen Zunge. Und weil es so "grüselig" ist, dürft auch ihr einen Eindruck davon haben, hier anklicken. (0.5MB WMV Datei)

Am zweiten Tag ist das Highlight nicht mehr der "Thorny Devil" sondern der "Dust Devil", ein Road Train, bei dem wir die Räder gezählt haben und auf 84 Stück gekommen sind! Von hinten ist nur seine riesige Staubwolke sichtbar und man muss genügend Abstand nehmen damit man noch was von der Fahrpiste sieht. Die bis zu 53m langen Road Trains sind vorallem im Outback unterwegs.

Kurz nach dem Tilmouth Well Roadhouse, bereits wieder auf geteerter Strasse, trauen wir unseren Augen nicht. Steht doch am Strassenrand eine Kamelherde von sicherlich mehr als 20 Tieren. Nach einer Weile rennt die ganze Herde fluchtartig auf der Strasse davon. Die "dummen" Kamele wollen zuerst wirklich nicht von der Strasse, sie laufen sicher mehr als 100 Meter vor unserem Auto. Ein Kamelrennen dieser Art haben wir bis jetzt auch noch nie erlebt!

In Alice Springs angekommen, sind wir erstaunt über die tiefen Temperaturen. In der Nacht haben wir kalte Temperaturen erwartet, diese sind auch tatsächlich bis zu minus 5 Grad tief aber auch tagsüber bläst ein kalter Wind bei stahlblauem Himmel und Sonnenschein, doch über 20 Grad wird es nicht.
Wir erkundigen nach unserem Aufenthalt in Alice Springs die für uns noch unbekannten East MacDonnell Ranges und übernachten auf dem einfachen Zeltplatz nahe der Trephina Gorge. Am Morgen stehen wir früh auf, in der Hoffnung Schwarzfuss-Felsenkängurus in der Schlucht beobachten zu können. Diese bekommen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber jede Menge Zebrafinken, ein scheuer Dingo und farbige Wellensittiche.

Da wir auf der Tanami Road nach Alice Springs gefahren sind, haben wir die Devil's Marbles nahe des Stuart Highways verpasst. Posche wollte diese schon immer mal sehen und nach einigem hin und her überlegen, ob wir nun die knapp 400 Kilometer pro Weg auf uns nehmen wollen oder nicht, haben wir uns dafür entschieden.

Was sind schon 400 Kilometer in Australien, nichts oder?! Eigentlich verrückt aber der "kurze" Abstecher hat sich schlussendlich wirklich gelohnt. Die "Murmelsteine" sieht man zu jeder Tageszeit wieder anders, mal rot, mal schwarz, mal braun. Für uns ist es jedenfalls immer wieder ein neues Erlebnis.

Nach einer Übernachtung bei den Devil's Marbles geht es zurück nach Alice Springs. Bevor wir weiter Richtung Süden fahren, wollen wir doch nochmals unser Glück mit den Schwarzfuss-Felsenkängurus versuchen und besuchen den in den West MacDonnell Ranges gelegenen Simpsons Gap. Hier haben wir tatsächlich mehr Glück, zuerst suchen wir sie zwar viel zu hoch in den Felsen und sehen nichts. Wir entdecken sie viel näher als erwartet, zuerst nur eines, dann wieder eins und noch eins. Der Schwanz ist bei diesen Schwarzfuss-Felsenkängurus viel länger und wie es der Name auch sagt, richtig schwarz. Und noch was: man sieht das Ostern vorbei sind, der "Osterhase" wurde bereits angeknabbert!

Rund 70 Kilometer südlich von Alice Springs zweigt eine 4WD Sandpiste zum Rainbow Valley ab. Nach 20 Kilometer holpriger Sandpiste erreichen wir die Sandsteinformationen. Der Besuch ist vor allem für den Sonnenuntergang lohnenswert, bei welchem sich die Felsen rot verfärben.

Weiter geht unsere Fahrt zum Wahrzeichen Australiens, dem Uluru (Ayers Rock) und den nicht weniger interessanten Kata Tjutas (Olgas). Auch wenn es für uns nicht der erste Besuch ist, sind wir von beiden Naturwundern erneut fasziniert. Sei dies aus der Nähe wie auch aus der Ferne. Ebenfalls geniessen wir die verschiedenen Farbspiele, welche den Uluru immer wieder in ein anderes Licht bringen und dies nicht nur bei Sonnenuntergang sondern wie hier um die Mittagszeit bei einer tollen Wolkenstimmung.

Zu dieser Tageszeit hat man auch noch die freie Wahl eines Parkplatzes. Ganz anders sieht dies ab etwa einer Stunde vor Sonnenuntergang aus, wenn die ganze Blechlawine anrollt und kurz nach Sonnenuntergang wieder wegrollt. Bleibt man dann noch eine Weile und geniesst auch noch die "blaue Stunde", kommt es einem vor wie die Ruhe nach dem Sturm. Auch das muss man mal erleben. Klar wir gehören ja genau gleich auch dazu wie alle anderen. Hier noch weitere Eindrücke unseres Aufenthaltes im Red Centre: Uluru / Kata Tjuta Fotogalerie.
Nach unserem ausgiebigen Aufenthalt im Ayers Rock Resort (natürlich auf dem Zeltplatz) fahren wir die 240 Kilometer zurück zum Stuart Highway und von dort weiter südwärts mit dem Ziel Coober Pedy, der bekannten Opalstadt. Schon von weitem sieht man die weissen Erdhügel und bald darauf folgen die ersten Warnschilder ...

Auf dem Campingplatz stossen wir auf eine Broschüre von einem Schweizer, der Touristen zu seinem "Dugout" einlädt. Ein "Dugout" ist eine stillgelegte Opalmine die in eine unterirdische Höhlenwohnung umgebaut wurde um sich im Sommer vor den heissen Temperaturen die hier bis zu 50 Grad sein können, zu schützen. Wir wollen ihn besuchen und ausfindig machen, wie man in einer solchen staubigen und trostlosen Landschaft wirklich wohnen kann. Als wir bei seinem "Dugout" ankommen, ist leider das "closed" Schild am Eingang. Schade, wäre sicherlich interessant gewesen. Dafür entdecken wir, ebenfalls von einem Schweizer, ein Buch über das Leben in Coober Pedy: "Opalfieber in Coober Pedy" von Roland Wanner. Wir kaufen dies da wir es interessant finden wieso es einen Schweizer in diese staubige Gegend verschlägt. Es wächst praktisch nichts, bloss Staub wohin das Auge reicht. Für uns wäre es jedenfalls nichts! Den Golfplatz finden wir ganz amüsant und es hat auch tatsächlich Golfer die darauf spielen, der Golfplatz ist also nicht nur als "Gag" dort, die Schilder vielleicht schon eher!

Wir sind nicht dem Opalfieber verfallen und es zieht uns weiter. Wir verlassen Coober Pedy und fahren ostwärts auf einer Staubpiste Richtung William Creek. Unterwegs passieren wir den 9600 Kilometer langen Dingozaun. Der Zaun soll die Schafe und Rinder im südöstlichen Australien vor den Dingos (australischer Wildhund) schützen.

In William Creek, der kleinsten Siedlung in Südaustralien mit rund 10 Einwohner, stossen wir auf den Oodnadatta Track, welcher uns weiter in den Süden bringt.

Die Strecke haben wir uns etwas interessanter vorgestellt, doch abgesehen von den Ruinen der alten Ghanstrecke ist vorallem landschaftlich nicht viel zu sehen. Einziger Höhepunkt auf der Strecke ist der in einer Oase gelegene und originell gestaltete Zeltplatz bei den Coward Springs und das südlich davon gelegene Wamba Kadurba Conservation Area mit seinen artesischen Quellen und Salzpfannen.

Vorbei geht es am Lake Eyre, Australiens grösster Salzsee, bis wir kurz vor Lyndhurst wieder die geteerte Strasse erreichen. Wir wollen noch die westlich von Leigh Creek gelegenen Gammon Ranges besuchen. Das Wetter wird leider zunehmend schlechter. Vielleicht liegt es auch daran, aber uns gefällt diese Gegend nicht besonders. Wir fahren deshalb weiter südwärts zum Flinders Ranges Nationalpark. Am Morgen erleben wir eine faszinierende Wetterstimmung. Immer wieder wird eine andere Bergkette durch Sonnenstrahlen die durch die Wolkendecke dringen, angeleuchtet.

Wir geniessen auf dem kurvigen "Brachina und Bunyeroo Scenic Drive" immer wieder eine tolle Aussicht auf die Flinders Ranges, die Wiesen und Berghänge leuchten in der Winter Jahreszeit in einem saftigen grün, richtig ungewohnt für Australien. Ebenfalls untypisch für uns sind die hier wachsenden Nadelbäume, da kommt schon fast Heimatgefühl auf. Auf dieser Strecke sehen wir immer wieder Kängurus, mal gemütlich am Grasen, mal aufgeschreckt und davon hüpfend! Weitere Bilder vom Flinders Range Nationalpark (Fotogalerie).
August 2007
Nach einem kurzen Aufenthalt in Adelaide fahren wir weiter auf die Fleurieu Peninsula wo uns die Autofähre in Cape Jervis auf einer 45minütigen Fahrt nach Kangaroo Island bringt. Die drittgrösste Insel Australiens umfasst eine Küstenlinie von 540 Kilometer, ist 155 Kilometer lang und 55 Kilometer breit. Unser erstes Ziel ist der im Westen der Insel gelegene Flinders Chase Nationalpark.

Da es Winter ist, gönnen wir uns auf dem Zeltplatz für einmal den "Luxus" eines trockenen und warmen Cabins mit WC/Dusche und Küche. Zum Glück, wie sich herausstellt, es regnet nicht nur "gerade" sondern auch "horizontal" und der Wind bläst einem pfeifend um die Ohren. Unsere Nachbarn sitzen trotzdem bei uns auf den Bäumen, die Koalas. Wir schauen täglich nach und staunen, dass die Koalas bei diesem starken Wind nicht aus dem Baumkronen zu Boden fallen. Wir haben gelesen, dass der Winter eine gute Zeit ist um die kleinen Koalas auf dem Rücken der Mutter zu beobachten. Daher schauen wir noch genauer, werden aber leider nicht fündig. Wir fragen nach, ob Nachwuchs da ist. Ja es gab Nachwuchs, doch vor einem Tag hat er das Junge tot auf dem Boden gefunden. Soviel zum winterlichen Wind auf Kangaroo Island. Bei den Kangaroo Island Kängurus und den kleinen Tamar Wallabies haben wir mehr Glück. Schon auf unserem ersten Spaziergang sehen wir bei den Wallabies ein Kleines vorne im Bauch das herzig rausguckt.
Dank dem vielen Regen strotzt die Insel vor grün. Bei diesem Regenwetter kommt es gerade gelegen, dass wir auch mal die Kelly Hill Cave (Tropfsteinhöhle) besuchen können. Die Sehenswürdigkeiten Remarkable Rocks und Admirals Arch besuchen wir mehrere Male weil uns der Wind das Video-und Fotografieren nicht gerade einfach macht. Rauhe Winde wehen über die Insel und die Wellen peitschen tosend an die schroffe Westküste.
Die Seal Bay besuchen wir an einem sonnigen und windstillen Morgen. Auf der ersten Tour um 09h00 sind wir die einzigen und können daher quasi auf einer "Privattour" in Begleitung eines Rangers den Seelöwen zuschauen wie sie miteinander streiten, in den Wellen surfen, oder einfach nur faul herumliegen und sich von den drei Tagen im Meer, auf Futtersuche, erholen.
Nach acht Tagen im Westen fahren wir zur Ostküste zurück, zuerst nach Kingscote, dem Hauptort der Insel und dann am Tag darauf weiter nach Penneshaw. In Penneshaw schauen wir am Abend noch den kleinen putzigen "Little Blue Pinguin" zu, wie sie nach einem Tag im Meer zurück zu ihren Nestern kommen, die Kleinen füttern, streiten, schmusen und umherwatscheln. Und zum Abschied zeigt sich die Insel noch einmal von der schönsten Seite und wir geniessen einen wunderbaren Sonnenuntergang in Penneshaw bevor wir am nächsten Morgen die Fähre zurück zum Festland nehmen. Hier unsere Eindrücke von Kangaroo Island (Fotogalerie)
Uns zieht es wieder zurück ins Outback. Der Weg führt uns von Adelaide über das Weingebiet, dem Barossa Valley, weiter durch das weite Gebiet des Murray River und schlussendlich zum Mungo Nationalpark. Kaum haben wir den Nationalpark betreten, werden wir von einem Tannzapfenskink am Strassenrand begrüsst. Wir haben wohl mehr Freude an ihm, als er an uns und zeigt uns auch dementsprechend seine blaue angsteinflössende Zunge (Bilder in der Fotogalerie). Die Hauptattraktion des Parkes ist die "Wall of China", eine halbmondförmige Düne an der Ostküste des vor rund 15'000 Jahren ausgetrockneten Sees, dem Lake Mungo.

Wind und Wasser haben zerbrechliche Formationen aus Sand, Lehm und Ton geformt. Heute sieht man die verschiedenen Schichten, die durch Abtragung bizarre Formen, wie Säulen, Pfeiler und kleine Schluchten angenommen haben. Die Formationen, die vom ersten Besucherparkplatz aus zugänglich sind, haben uns zuerst in ihrer eher einfachen Form etwas enttäuscht. Doch die für uns typischeren und interessanter geformten Schichten entdecken wir doch noch am Tag darauf, einfach besser versteckt. Nicht weniger fasziniert sind wir auch von der Vielzahl der Kängurus und Emus die hier im Park leben und sich dank den niedrigen Büschen nicht gut verstecken können. All die Kängurus die wir im Red Centre vermisst haben, sind hier zu finden. Hier unsere Eindrücke vom Mungo Nationalpark (Fotogalerie)
Vom Mungo Nationalpark aus fahren wir rund 200km nordwärts nach Menindee und von dort in den Kinchega Nationalpark. Dieser Park mit seinen mehreren Seen ist vor allem als Paradies für Wasservögel und für die kahlen skelettartigen Bäume in den Seen bekannt. Doch seit die Seen vor einigen Jahren austrockneten, sind wohl auch die meisten Wasservögel weitergezogen. Die toten Bäume sind geblieben (!) und wir können doch einen tollen Sonnenuntergang am trockenen Seeufer erleben, einfach ohne Wasser und ohne Vögel!

Beim Verlassen des Parkes sehen wir auch hier wieder unzählige Kängurus. Eines davon steht ganz nahe am Strassenrand und hat ein Junges im Bauch. Zuerst sehen wir nur etwas von den Beinen, dann plötzlich schaut es neugierig aus dem Beutel heraus bevor es sich ganz zurückzieht! Foto Dreierreihe zum Anklicken. Beim Weiterfahren wissen wir gar nicht wohin wir schauen sollen. Da wieder drei Kängurus die über die Strasse hüpfen, dann nur 10 Meter weiter vorne ein Emu, dass die Strasse kreuzt und noch weiter vorne nicht übertrieben eine ganze Bande von 13 Emus. Ein wirklich tierisches Erlebnis - übrigens hier ein Link zu weiteren tierischen Begegnungen!
In Broken Hill, eine Outback Kleinstadt wie auch Bergbaustadt (Silber und Zink) mit rund 20'000 Einwohner besuchen wir die "School of the Air". Hier werden via Satellit und mit Hilfe von Computer und Webcams Kinder in den weit entfernten Farmen im Umkreis von rund 5mal so gross wie die Schweiz unterrichtet. Bei unserem Besuch wird zu Beginn der Stunde die australische Nationalhymne gesungen und die Lehrer und Schüler stehen dazu auf. Die Begleitmusik wird im Klassenzimmer (Studio) ab CD abgespielt, die Schüler zu Hause singen dazu und im Studio hören wir durch den Übertragungsweg die Kinder 2 Sekunden versetzt. Daher klingt es etwas nach "Katzenmusik", aber der Lehrer erklärt uns, dass, die Schüler nichts davon hören.

Von Broken Hill unternehmen wir einen kurzen Abstecher nach Silverton. Einst eine Minenstadt, heute ein Geisterstädtchen mit liebevoll restaurierten Gebäuden, die auch beliebte Filmkulissen sind. Unter anderem für Mad Max etc.... ob wohl Mel Gibson in der Bar anzutreffen ist? Sein schwarzes Auto aus dem Film Mad Max steht jedenfalls vor dem Silverton Hotel!
Auch Künstler werden in dieser Gegend durch das warme Licht und die endlosen Weiten inspiriert und eine Galerie nach der anderen schmücken die Strassen in Broken Hill wie auch in Silverton. Uns hat vor allem die Galerie von Peter Browne mit seinen witzigen Malereien und den bemalten Emu-VW Käfer vor seinem ehemaligen Zuhause gefallen.
Von Broken Hill aus ist unser nächstes Ziel auf dem kürzesten und interessantesten Inlandweg an die Ostküste bei Townsville zu gelangen. Viele Wege führen dorthin, nach einigem Karten studieren, entscheiden wir uns grob gesagt für den Weg über Wilcannia, White Cliffs, Wanaaring, Currawinya Nationalpark, Charleville, Emerald, Charters Towers nach Townsville. Anhand von kurzen Beschreibungen im Internet haben wir das Gefühl, dass sich auch ein Besuch des Currawinya Nationalparkes lohnt. Ab White Cliffs, ein weiteres aber viel kleiners Opalstädtchen als Coober Pedy, geht es erneut auf Schotterpisten weiter. Kaum losgefahren, entdecken wir schon wieder eine Echse, ein Bartagame am Strassenrand. Nicht viel später, sehen wir von der gleichen Art einen im Gebüsch hängen, das finden wir ganz amüsant, sieht dies doch eher etwas ulkig aus.
Der Currawinya Nationalpark besteht aus einem Süsswasser- und einem Salzwassersee. Der Süsswassersee ist seit einer Weile ausgetrocknet und das Bild, dass sich dort präsentiert, ist eher traurig. Überall liegen ausgetrocknete kleine Wasserschildkröten auf dem ausgetrockneten Boden. Kein schöner Anblick, wieder einmal sieht man die Folgen der lang anhaltenden Dürre. Auch hier sind die meisten Wasservögel, für die der Park ein wichtiger Lebensraum im Landesinnern von Australien ist, weiter gezogen. Mit Sicherheit ist der Park wieder interessanter, wenn die beiden Seen wieder Wasser haben. Aber nichts desto trotz, wir geniessen dafür umso mehr das idyllische Buschcamping entlang des Paroo Flusses.
Bevor wir dem Outback definitiv "goodbye" sagen und unsere letzte Etappe, die Ostküste zwischen Cairns und Brisbane in Angriff nehmen, geniessen wir ganz alleine den letzten Abend im Outback unter klarem Sternenhimmel, bei Mondlicht und Lagerfeuer.

Je mehr wir uns der Küste nähern, desto hektischer wird es, mehr Verkehr, mehr gestresste Auto- und Lastwagenfahrer die überholen, mehr Lärm, mehr Häuser, ähnlich zu Europa. Am liebsten möchten wir wieder umkehren, doch wir sind überzeugt, dass uns auch die Ostküste gefallen wird, obwohl das Outback für uns das "wahre Australien" ist.
September 2007
Die Ostküste erreichen wir von Charters Towers her in Townsville. Unser Aufenthalt in Townsville beschränkt sich nur kurz auf die Esplanade am Meer, "The Strand" genannt und dem Besuch des Townsville Town Common Conservation Park. Wir übernachten auf dem Nationalparkzeltplatz des Bowling Green Nationalparkes. Aufgrund des Reiseführers könnte man meinen wie viel es hier zu sehen gibt. Doch uns überzeugt er weniger und wir fahren weiter nordwärts. Über eine kurvenreiche Strasse gelangen wir zu den Atherton Tablelands, dem Hinterland zwischen Cairns und Innisfail. Das Wetter ist aber momentan nicht gerade einladend und wir kehren schon bald wieder zurück zur Küste. Hier an der Ostküste prägen Zuckerrohrplantagen den Grossteil der Landschaft sowie viele kleine Züge die den Zuckerrohr auf den schmalen Gleisen transportieren.

Am Ellis Beach, nördlich von Cairns, verbringen wir ein paar erholsame Tage an einem wunderschönen Palmenstrand. Das Baden ist hier sogar möglich, zur Abwechslung hat es mal keine Krokodile und es ist noch zu früh für die giftigen Quallen (box jellyfish).

Eigentlich wollen wir bei dieser Reise gar nicht bis Cairns hochfahren da wir die Umgebung schon vor 4 Jahren besuchten. Doch unsere Vorstellung von einem netten Campingplatz direkt am Strand von Mission Beach erfüllt sich leider nicht und so fahren wir immer weiter nordwärts. Am Bramston Beach finden wir zwar den idealen Platz, ein Zeltplatz direkt an einem schönen und ruhigen Strand, mit herrlichem Blick auf den umliegenden Regenwald. Auch der Kookaburra ist hier vertreten und schaut am Abend was es bei uns zum Abendessen gibt!

Leider gibt es auf diesem Zeltplatz keinen Stromanschluss. Für zwei Nächte ist dies ok aber wir wollen etwas länger bleiben und am Laptop arbeiten ... und so landen wir eben schlussendlich am Ellis Beach. Eines Nachmittags entdecken wir am Strand eine wunderschöne rund 10cm lange und grosse Muschel. Leider ist sie noch bewohnt, sonst wäre sie wohl im Gepäck gelandet!

Von Ellis Beach unternehmen wir einen Abstecher zur Mossman Gorge. Auf der Fahrt entlang des Cook Highways geniessen wir immer wieder den Blick auf die atemberaubende Küste. Als wir in der Schlucht ankommen, werden wir wegen den vielen parkierten Autos etwas stutzig . Sind wir wohl zur "rush hour" angekommen? Doch halb so schlimm, sobald man den etwas längeren Rundgang durch den Regenwald unternimmt, nimmt auch die Anzahl der Leute ab.

Als wir nach 5 Tagen Ellis Beach verlassen und wieder Richtung Süden aufbrechen, haben wir beide das Gefühl als ob wir von den Ferien heimfahren! Komisch nicht!
Wir legen erneut einen Stopp am Bramston Beach und der Tully River Gorge ein bevor wir in Cardwell ankommen. Cardwell ist Ausgangspunkt für unser gebuchtes 4tägiges Trekking auf Hinchinbrook Island. Den ganzen Proviant für die vier Tage kaufen wir vorher in Tully ein. Auf dem Zeltplatz in Cardwell verpacken wir alles gut in kleinen Plastikboxen und Tüten damit all das Ungeziefer, im speziellen die Ratten, die es auf der Insel haben wird, nicht an unser Essen herankommen.
Am nächsten Morgen um 08h30 werden wir abgeholt und um 09h00 fährt das Boot, die Hinchinbrook Explorer, von Port Hinchinbrook aus los. Gegen 11h00 erreichen wir endlich den Steg inmitten der Mangroven, nördlicher Startpunkt des Thorsborne Trail. Hier sind wir nun, abgesetzt in der Wildnis des grössten Inselnationalparkes Australiens. Noch acht weitere abenteuerlustige Wanderer starten den Trek mit uns. Sechs davon laufen ihn wie wir in vier Tagen und ein weiteres Paar, auf Hochzeitsreise (!) unternehmen ihn in sechs Tagen.

Am ersten Tag laufen wir von der Ramsay Bay zur Little Ramsay Bay (6,5km). Über ein kurzes Waldstück gelangt man zu einem kleineren Strand, dem Blacksand Beach und von dort über einen Sattel zur Nina Bay. Auf dem Sattel hat man die Möglichkeit den Nina Peak (312m) zu besteigen. Wir lassen die schweren Rucksäcke bei der Abzweigung zurück und machen uns auf den Weg. Es ist sehr heiss und schwül, kein Wunder, sind wir auch zur heissen Mittagszeit abgesetzt worden, und der Aufstieg macht uns ziemlich Mühe und unsere Köpfe glühen schon richtig. Die Aussicht von (fast) oben auf die Rasmay Bay, die Mangroven und die umliegenden Berge und Strände machen die Strapazen aber wieder wett. Wir müssen weiter, schliesslich wollen wir nicht erst im Dunkeln an der Little Ramsay Bay ankommen. Am Little Ramsay Bay finden wir ein nettes Plätzchen mit Sicht auf das Meer wo wir unser Zelt für die erste Nacht aufstellen können. Alles Essbare versorgen wir in der bereitgestellten Rattenbox. Tatsächlich, kurz nach dem Eindunkeln raschelt es im Gebüsch und eine kleine Ratte bekommen wir sogar zu Gesicht!
Der zweite Tag führt uns von der Little Ramsay zur Zoe Bay (10,5km). Das Frühstück nehmen wir ziemlich in Eile ein, werden wir schon frühmorgens von den fiesen Sandflöhen (Sandflies) und den Mücken gefressen! Der Weg geht zuerst entlang des Strandes bis an das südliche Ende und über Felsen zur nächsten kleinen Bucht. Von dort verlassen wir den Strand für den Rest des Tages und es geht hinein in den Busch. Anfangs geht es immer leicht bergauf, über ziemlich unebenes Terrain mit Wurzeln und Steinen. Auch heute macht uns die Schwüle zu schaffen und wir gönnen uns immer wieder eine kleine Pause. Vorbei geht es am North Zoe Creek. Ein Warnschild weist auf die Salzwasserkrokodile hin, die hier im Fluss vorkommen könnten. Doch zu dieser Jahreszeit führt der Fluss fast kein Wasser mehr und wir können ihn problemlos über die Steine überqueren. Der Weg führt weiter durch etwas sumpfigeres Gebiet und man muss gut auf die Wegmarkierer achten, denn hier kann man sich gut verirren. Gegen Mitte Nachmittag erreichen wir Zoe Bay, suchen uns ein anständiges Plätzchen für unser Zelt und gehen anschliessend oben bei den Zoe Falls baden. So eine Abkühlung ist wirklich herrlich. Unser Zeltplatz erweist sich als wahre Sandflohparadies und wir flüchten schon ziemlich bald in unser Zelt.

Wir nehmen den dritten Tag in Angriff, heute geht es von der Zoe Bay zu den Mulligan Falls (6,5km). Ohne Frühstück laufen wir bereits gegen 06h00 los, rauf zu den Zoe Falls. Von oben geniessen wir eine tolle Aussicht (siehe Panoramabild oben) und haben nun das Frühstück nach dem harten Aufstieg wirklich verdient. Und es hat noch einen weiteren Pluspunkt, wir werden von (fast) keinen Sandflöhen belästigt! Bevor wir weitergehen, füllen wir nochmals unsere Wasserflaschen vom fliessenden Bach. Das Wasser ist hier so klar und rein, dass wir es pur und ohne abzukochen trinken können. Durch dichten Regenwald führt heute der Weg immer weiter aufwärts bis wir den Bergrücken von einer Höhe von 260 Meter (höchster Punkt des Trails) erreichen und von dort geht es wieder runter Richtung Küste. Bevor wir aber zum Diamantina Creek absteigen, können wir nochmals die Aussicht auf die Küste geniessen. Schon kurz nach Mittag kommen wir bei den Mulligan Falls an, unser letzter Übernachtungsort bevor wir morgen wieder zurückfahren. Der untere Pool der Mulligan Falls lädt zu einem erfrischenden Bad ein. Herrlich, dieses klare Wasser.

Am vierten und letzten Tag geht es von den Mulligen Falls zum George Point (7,5km). Wir müssen rechtzeitig los, das Wassertaxi holt uns schon um 11h00 ab. Nochmals geht es für kurze Zeit durch den Regenwald bevor wir den Strand der Mulligan Bay erreichen. Von dort ist es ein Strandspaziergang bis zum George Point. Hinchinbrook Island (Fotogalerie)
Zurück in Cardwell, geht es am nächsten Tag weiter Richtung Süden. Unser nächstes Ziel ist Airlie Beach, Ausgangsort für einen Ausflug in die 74 verschiedenen Whitsunday Inseln. Man wird hier mit Prospekten von x-Anbietern überflutet, soll es wohl ein mehrtägiger Segeltörn sein, oder einfach einen Tagesausflug mit dem Boot zum Whitehaven Beach oder gar ein Helikopterflug? Wir leisten uns einen zweistündigen Helikopterflug davon eine Stunde mit Stopp am Whitehaven Beach, einer der 10 schönsten Strände auf der Welt. Die Inselwelt aus der Vogelperspektive zu sehen ist für uns ein einmaliges Erlebnis. Das Highlight des Fluges ist aber ganz klar die Sicht auf den Whitehaven Beach und das Hill Inlet mit den vielen Sandbänken.

Da wir noch mehr von den Whitsundays sehen möchten, entscheiden wir uns zusätzlich für 4 Zeltübernachtungen auf 2 verschiedenen Nationalparkinseln. Das Wassertaxi setzt uns zuerst auf Henning Island für 2 Nächte ab, holt uns von dort wieder ab und fährt uns zur South Molle Island wo wir ebenfalls nochmals 2 Nächte an der Paddle Bay bleiben. Henning Island ist vor allem zum Baden, Relaxen und Schnorcheln. Auf South Molle Island dagegen hat es auch Wanderwege und deshalb haben wir diese Insel für unseren zweiten Aufenthalt ausgewählt. Auf den Wanderungen geniessen wir herrliche Blicke auf die umliegenden Inseln und das türkisblaue Meer. Das Bild links zeigt den Strand mit dem glasklaren Wasser auf Henning Island. Unseren Zeltplatz am Paddle Bay auf South Molle Island habe ich vom Helikopterflug aufgenommen ohne dass ich gewusst habe, dass wir dort 2 Tage später übernachten werden. Der Zeltplatz ist ganz am äusseren Spitz im Dreieck des Strandes.

Oktober 2007
Von unserem Inselabstecher zurück auf dem Festland reisen wir weiter zum Cape Hillsborough Nationalpark. Am Morgen werden wir am Strand von den zahmen Kängurus begrüsst. Es sind alles "Waisenkinder", die hier im Park "aufgepäppelt" wurden und keine Angst mehr vor Menschen haben.
Von dort führt uns der Weg über Mackay, Town of 1770 und Woodgate Beach nach Hervey Bay. Von hier aus gehen wir für vier Tage auf Fraser Island, der grössten Sandinsel der Welt mit ausgedehnten Stränden, subtrobischen Regenwäldern, tiefblauen Süsswasserseen und einer bis zu 240 Meter hohen Dünenlandschaft. Da wir mit unserem Bushkangaroo nicht auf die Insel dürfen, mieten wir einen kleinen Suzuki Jimny von Aussie Trax. Anfangs etwas ungewohnt aber schon bald gewöhnen wir uns auch an diesen kleinen "Go-Kart"!

Kaum eine Stunde unterwegs, bleiben wir schon zweimal im tiefen Sand stecken. Das fängt ja gut an! Doch wir lernen daraus und mit der Zeit geht es besser und besser. Am ersten Tag fahren wir bis zum Waddy Point, nördlich von Indian Heads. Die heikleste Stelle zum passieren ist die Umfahrung von Indian Head. Der Sand ist hier weich und tief. Hier müssen wir beim 4x4 Auto den "low range" einschalten und voll aufs Gas drücken. Wie hat die Vermieterin so schön gesagt, man muss an dieser Stelle fahren als ob man das Auto geklaut hat! Und voilà, es hat geklappt. Wir kommen durch, ohne stecken zu bleiben.
Die Fahrt so weit in den Norden der Insel hat sich absolut gelohnt, die Aussicht vom Waddy Point Headland, die intensiven Farben des Meeres und die Champagne Pools bei Indian Head sind atemberaubend. Weiter besuchen wir während unseres Aufenthaltes das Schiffswrack "Maheno", das hier am 75 Mile Beach im Jahre 1935 gestrandet ist und seither vor sich hin rostet, den Lake Allom wo sich kleine Schildkröten im glasklaren Wasser tummeln, verschiedene Sanddünen mit inspirierend schönen Sandspuren.

Und natürlich darf der Besuch am bekannten Süsswassersees Lake McKenzie auch nicht fehlen. Wir sind schon frühmorgens dort um den See ohne viele Touristen geniessen zu können, welche sich nur zwei Stunden später hier in Scharen am See vergnügen. Ab 10 Uhr morgens sieht es dann schon eher wie in einer Badeanstalt aus.

Bevor es wieder zurück auf das Festland geht, laufen wir von der Central Station aus auf einem Boardwalk entlang des klaren Wanggoolba Creek und durch den saftig grünen Regenwald sowie durch das Pile Valley mit seinen Riesenwälder. Fraser Island Fotogalerie
Unser Abenteuer Australien ist zu Ende. Nun geht es noch für 2 1/2 Wochen nach Sydney, gönnen uns ein paar erholsame Tage im North Shore von Sydney.
PS: In der Videogalerie ist das Show Reel von Australien nun fertiggestellt, viel Spass beim Reinschauen. Gerne erwähnen wir nochmals Easy Life Rentals, bei welchen wir den zuverlässigen Bushcamper für knapp 6 Monate gemietet haben. Falls auch ihr einmal nach Australien reist und einen Camper braucht, schaut bei Easy Life Rentals rein.
Mit einem weinenden und lachenden Auge nehmen wir Mitte November Abschied vom fünften Kontinent. Auch diese Reise hat uns wieder an wunderschöne und unvergessliche Plätze Australiens geführt. Unendliche und einmalig schöne Landschaften, viele interessante tierische Begegnungen, unvergessliche Sonnenunter- und aufgänge, eindrückliche Sternenbilder am Nachthimmel im einsamen Outback und vieles mehr haben wir in diesen sechs Monaten erlebt.
Unsere Reise führt uns anschliessend weiter auf die Südinsel von Neuseeland und ab Mitte Dezember nach Patagonien. Bis bald!
Auf Wiedersehen Downunder!

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